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Retinol richtig anwenden: Einstieg ohne Reizung

Auf den Punkt

Die Familie der Retinoide

Alle wirken über denselben Weg, nur unterschiedlich stark:

Je näher am Endprodukt Retinsäure, desto stärker und desto reizender.

So steigst du ein

  1. Mit einer niedrigen Konzentration starten, 0,2 bis 0,3 Prozent reichen.
  2. Zweimal pro Woche, abends, auf trockene Haut.
  3. Nach zwei bis drei Wochen ohne Reizung auf dreimal erhöhen, später auf jeden zweiten Abend.
  4. Bei empfindlicher Haut: Feuchtigkeitscreme zuerst, Retinol darauf – das dämpft die Wirkung und die Reizung.
  5. Augenpartie und Nasenflügel aussparen, dort reizt es am stärksten.

Was du nicht gleichzeitig verwendest

Am selben Abend keine Säuren (AHA, BHA), kein Benzoylperoxid, kein körniges Peeling. Vitamin C passt besser in die Morgenroutine. Niacinamid und Hyaluronsäure sind unproblematisch und mildern die Reizung sogar.

Was in den ersten Wochen normal ist

Leichte Schälung, Rauigkeit, gelegentlich vermehrte Unreinheiten. Das legt sich meist nach vier bis sechs Wochen. Nicht normal sind Brennen, Nässen oder anhaltende Rötung – dann Pause und niedriger dosiert wieder anfangen.

Wann Retinol nicht infrage kommt

In Schwangerschaft und Stillzeit, bei akuten Hauterkrankungen und direkt vor oder nach Behandlungen wie Peelings, Waxing oder Microneedling – eine Woche Abstand in beide Richtungen.

Was es bewirkt

Retinoide sind der am besten untersuchte Wirkstoff gegen feine Linien, ungleichmäßige Struktur, Pigmentflecken und verstopfte Poren. Sie regen die Zellerneuerung an und unterstützen den Kollagenaufbau – langsam, aber belegt.

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