Tipps für ein Bad ohne Müll – mit Zero Waste

In Zeiten des Umweltaktivismus sind Einwegprodukte zu echten Feinden geworden. Viele möchten darauf achten, weniger Müll zu produzieren. Und genau dies ist die Bedeutung von Zero Waste. Wir stellen euch ein paar Tipps vor, mit denen ihr Müll reduzieren oder sogar vollständig vermeiden könnt.

Zero Waste __ Pinterest

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Was bedeutet Zero Waste?

Zero Waste bedeutet wortwörtlich „Null Müll“. Was das im Allgemeinen bedeutet kann man sich darauf denken, nämlich keinen Müll zu produzieren. Bei den meisten Menschen befinden sich im gesamten Haushalt noch überwiegend Produkte mit Plastikverpackungen oder mit schädlichen Inhaltsstoffen, die die Umwelt verschmutzen und schädigen können. Zero Waste gilt nämlich nicht nur der Müllvermeidung, sondern auch dem Schutz der Umwelt. Die Produkte sind nämlich biologisch abbaubar.

Bambus Zahnbürste

Als Alternative zur normalen Zahnbürste, gibt es seit neuestem die Bambus Zahnbürste. Da Bambus ein sehr schnell nachwachsender Rohstoff ist, der von der Natur mühelos abgebaut werden kann, ist es ein Muss für ein müllfreies Badezimmer. Jedoch ist es schwierig die Bambus Zahnbürste als vollständig plastikfrei zu bezeichnen, da die Borsten aus Nylon bestehen. Das Nylon an den Bambus Zahnbürsten besteht jedoch aus einem speziell hergestellten Bio-Kunststoff, der ebenfalls biologisch abbaubar ist. Trotz dessen ist dies wichtig zu erwähnen, da manche Menschen wirklich komplett auf jegliche Formen von Kunststoff verzichten möchten.

Zahnpasta

Passend zur Bambus Zahnbürste gibt es selbstverständlich auch eine natürliche Zahnpasta Alternative. Um die Tube aus Plastik zu vermeiden, wurde feste Zahnpasta entwickelt. Feste Zahnpasta gibt es beispielsweise in Tablettenform in Glasbehältern oder auch am Stiel. In der Verwendung sind sie einfacher, als man zunächst denkt. Die Tablette könnt ihr zerkauen und euch dann die Zähne wie gewohnt putzen und bei der Zahnpasta am Stiel reibt ihr mit der feuchten Zahnbürste an der Zahnpasta und putzt euch ebenfalls die Zähne wie gewohnt.

Deo

Deo hat direkt mehrere Alternativen zu bieten und das sogar direkt in jedem Super- oder Drogeriemarkt. Dafür müsst ihr nur in ein anderes Regalfach und zu der Deo Variante im Glasbehälter greifen. Glas ist mehrfach wiederverwendbar und umweltfreundlicher als die Deosprays in Aluminiumdosen. Dazu gibt es auch Deo Cremes in Gläsern. Diese könnt ihr euch sogar selbst zuhause aus natürlichen Inhaltsstoffen ganz einfach herstellen. Schaut dafür bei unserem Blogbeitrag für vegane Hautpflege vorbei. Dort befindet sich ein Rezept für eine vegane und nachhaltige Deo-Creme.

Seife

Es klingt so einfach, doch ich bin mir sicher, dass doch ziemlich viele von euch Flüssigseife anstelle eines Seifensteins verwenden. Dabei sind feste Seifen oft sogar schon umweltfreundlich in Papier statt Plastikfolie verpackt. Das beste daran ist, dass wirklich kein Rest übrig bleibt, wie in Flüssigseifen an der Wand der Verpackung. Deswegen merkt euch, beim nächsten Einkauf einfach mal zu einem normalen Stück Seife zu greifen, anstatt zur flüssigen Variante.

Putzmittel

Schon mal bewusst in euren Haushaltsschrank geschaut? Links Plastik, rechts Plastik und was haben wir da in der Mitte? Ach ja… Plastik. Es gibt wenige Putz Produkte, bei denen auf den Einsatz einer Plastikverpackung verzichtet wird. Teilweise gibt es in manchen Drogeriemärkten bereits Abfüllstationen, die testweise prüfen sollen, ob Kunden ihre gebrauchten Plastikflaschen zum Einkauf mitnehmen, um sie dort wieder aufzufüllen. Man spart dabei sogar ein wenig. Ansonsten gibt es sehr viele natürliche Alternativen, mit denen man sein eigenes Putzmittel zusammen mischen kann. Zu den natürlichen Putzmittel Alternativen gehören unter Anderem: Natron, Zitronensäure, Essig und Soda.

Shampoo und Spülung

Auch bei der Haarpflege kann man auf so einiges achten. Mehrere Geschäfte bieten sogenannte Shampoo Bars oder auch feste Shampoos und Conditioner/Spülung an. Die Inhaltsstoffe dieser sind sehr unterschiedlich, jedoch haben sie trotzdem eines gemeinsam: weniger Müll durch fehlende Plastikverpackung. Möchte man noch mehr auf die Umwelt achten, so greift man hierbei lieber zu einer natürlichen Haarseife. Die Haarseife kommt nämlich ohne Tenside zurecht, hält länger als ein festes Shampoo, da es weniger krümelt und besteht häufig aus reinen natürlichen Stoffen.

Rasieren

Beim Thema rasieren würde es gefühlt sogar reichen, wenn Menschen auf Einwegrasierer verzichten würden. Es gibt aber auch Rasierer mit einem Griff aus Holz oder Edelstahl. Wenn man sich ständig rasiert, so wäre es auch eine Überlegung wert, sich bestimmte Körperareale dauerhaft enthaaren zu lassen. Das erspart der Umwelt viel Müll und uns den Stress, wenn wir morgens an einem sonnigen Tag unser Sommerkleid anziehen wollen, den Abend zuvor aber vergessen haben uns die Beine zu rasieren.

Beim Rasierschaum aus der Aluminiumdose kann man auch auf eine Rasierseife oder Rasiercreme zurückgreifen.

Duschgel und Peeling

Hier gilt fast dasselbe wie bei der Haarpflege. Duschgel gibt es heutzutage nämlich ebenso als festes Stück oder ihr benutzt einfach eine natürliche Seife für euren Körper.

Nur beim Peeling gibt es Unterschiede, da ein Peeling in einer Glasdose nicht direkt bedeutet, dass es sich um ein schadstofffreies Produkt handelt. Auch in Produkten, die auf den ersten Blick umweltfreundlich erscheinen, kann schlechter Inhalt verborgen sein. So auch beim Peeling. Achtet beim Peeling darauf, dass es frei von Plastik ist. Komplett. Denn frei von Mikroplastik heißt nicht frei von allgemeinem Plastik, da es sich bei Mikroplastik und Plastik um getrennte Begriffe handelt. Bestenfalls macht ihr euer Peeling einfach selbst, indem ihr den Kaffeesatz beim nächsten Mal nicht in den Müll werft, sondern am Abend unter der Dusche als Peeling verwendet. Oder ihr mischt euch euer Peeling mit ein wenig Kokosöl und Zucker zusammen. Das beste daran ist, dass ihr sowohl den Kaffeesatz als auch den Zucker im Gesicht anwenden könnt, wenn eure Haut dort nicht zu empfindlich ist.

Wattepads

Hast du schon mal gezählt, wie viele Wattepads du in einer Woche verbrauchst? Würdest du es tun, wärst du erschrocken wie viel wir eigentlich davon verbrauchen. Klar, man könnte sagen „Wattepads bestehen größtenteils aus Baumwolle“ etc., aber muss man die Ressourcen unserer Natur wirklich so sehr ausreizen? Dabei gibt es so gute Alternativen, z.B. aus Bambus. Diese Bambus Pads kann man mehrfach wiederverwenden, indem man sie nach dem Abschminken einfach mit etwas Seife wäscht und regelmäßig in die Waschmaschine gibt.

Wer nun sagt, dass man diese Bambus Pads aber nicht für andere Dinge, wie z.B. zum Nagellack entfernen, benutzen kann, für den hab ich nun noch einen Tipp parat: wenn ihr alte Handtücher, Bettwäsche oder Socken habt, die ihr eigentlich wegwerfen würdet, dann schneidet auch ihnen kleine „Wattepads“ aus, und bewahrt diese in einer Kiste auf. Diese Stoff Pads könnt ihr dann für die Dinge benutzen, bei denen ihr wirklich nur ein Pad pro Anwendung benutzen könnt (Nagellack entfernen, Haarfarbe am Haaransatz abwischen etc.). So gebt ihr alten Dingen noch einen Sinn und spart euch neue Wattepads.

Damenhygiene Artikel

Binden, Slipeinlagen und Tampons sind die größten Müll Verursacher im Badezimmer der Frau. So gut wie jede Frau muss mehrere Tage im Monat auf eine große Menge dieser Produkte zurückgreifen. Dabei gibt es bereits so gute Alternativen, um diesen Berg an Müll zu vermeiden. Menstruationstassen sind die bisher bekanntesten davon. Es gibt aber auch waschbare Binden und Slipeinlagen, sowie Menstruations-Unterwäsche. Falls diese Alternativen jedoch nichts für euch sind, gibt es trotzdem Einweg Damenhygiene Artikel, die aus besseren Stoffen, wie z.B. aus reiner Baumwolle und ohne Duftstoffe, produziert werden. Auch darauf zurückzugreifen ist besser, als auf mit Chemie beladene Produkte.

Unser Fazit

Wir möchten niemanden dazu zwingen, etwas in seinem Leben zu verändern. Jedoch sind wir der Meinung, dass wenn jeder nur einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leistet, wir großes damit erreichen können. Sei es, dass man zum Einkaufen seine eigene Tasche mitnimmt, anstatt immer eine neue zu kaufen. Oder das man tatsächlich eine Kleinigkeit, der oben genannten Dinge, übernimmt. Überlegt euch einfach mal was ihr so ändern könntet. Dinge, die euren Alltag nicht schwieriger machen oder einschränken. Es gibt heutzutage so unendlich viele Alternativen für beinahe jedes Umweltproblem und jeder könnte einen Beitrag dazu leisten.

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Olivia Janus

Olivia hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und die Plattform Beautyself gegründet. Seit der Pubertät kämpfte sie mit Akne bis ihr die Pille verschrieben wurde. Nach Absetzen der Pille im Alter von 28 Jahren kehrte die Akne zurück. Sie merkte wie mühselig die Recherche nach passenden Hautpflegeprodukten ist. Denn es gab keine einzige Website, die folgende Punkte bündelte: Echte Erfahrungen, Kombinationen von Produkten i.S.v. Hautpflegeroutinen, Preisvergleich. So wurde Beautyself geboren.

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