Sonnenschutz vs. Feuchtigkeitscreme mit LSF – Was ist besser?

Heute verraten wir Dir, wie Du Deine Haut am besten mit einer Sonnenschutz- oder Feuchtigkeitscreme vor der Sonne schützen kannst!

Sonnenschutz

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Die Temperaturen steigen und der Wunsch nach einem gleichmäßig gebräunten Teint wächst. Doch viele von uns vergessen, dass der richtige Sonnenschutz ein Muss ist! Im Folgenden zeigen wir Dir, wie du deine Haut vor der UVA und UVB Strahlung schützen kannst und welche Produkte für Dich am besten funktionieren.

Wir wirkt die Sonne?

Zuallererst möchten wir Dir zeigen, wie sich die Sonne auf unsere Haut auswirkt und was sie mit unserer Hautbarriere macht. Wir unterteilen die ultraviolette Strahlung der Sonne primär in UVA und UVB Strahlen. Auf der einen Seite wirken sich UVA Strahlen auf die Alterung unserer Haut aus. Sie dringen tiefer in die Hautbarriere ein und machen diese trocken und faltig  und mindern die Hautelastizität. Auf der anderen Seite sprechen wir von UVB Strahlen, die in erster Linie für den Sonnenbrand auf unserer Haut zuständig sind, da sie direkt die Hautoberfläche angreifen. Zudem existieren UVC Strahlen, die jedoch von der Erdatmosphäre absorbiert werden und unsere Haut nicht beeinträchtigen. 

Was bedeutet der Sonnenschutzfaktor auf den einzelnen Produkten?

In diesem Fall spreche wir von dem Lichtschutzfaktor, der uns Auskunft über die Zeit gibt, in der unsere Haut vor den schädlichen UVB Strahlen geschützt ist. Du kannst ganz leicht ausrechnen, wie lange du mit welchem Lichtschutzfaktor in die Sonne kannst. Dafür solltest du wissen, welcher Hauttyp du bist. Wir unterscheiden zwischen drei Typen:

 

  1. Heller Hauttyp: Sonnenschutz ohne LSF für max. 10 Minuten 
  2. Mittlerer Hauttyp: Sonnenschutz ohne LSF für max. 15 Minuten
  3. Dunkler Hauttyp: Sonnenschutz ohne LSf für max. 20 Minuten

 

Wenn du weißt, zu welchem Hauttypen du zählst, dann kannst du den Lichtschutzfaktor mit den oben genannten Minuten multiplizieren, um herauszufinden, wie lange du mit den jeweiligen Lichtschutzfaktoren in der Sonne bleiben kannst. Hast du beispielsweise einen mittleren Hauttypen, und trägst einen Lichtschutzfaktor von 15 auf, dann kannst du für maximal drei Stunden und 45 Minuten in der Sonne bleiben. Du solltest allerdings nicht vergessen, dass du deine Sonnenschutzcreme regelmäßig auftragen solltest, da diese durch die Reibung deiner Kleidung oder durch das Schwimmen im Meer abgetragen werden kann. Zusätzlich sollte dir bewusst sein, dass dich nur die richtige Menge an Sonnenschutz vor der schädlichen Strahlung schützen kann. Also sei nicht sparsam und trage den Schutz großzügig auf deiner Haut auf! 

Diese Methode eignet sich nur um herauszufinden, wie man sich vor der UVB Strahlung schützt. Allerdings wird deine Haut auch durch die UVA Strahlung geschädigt. In diesem Fall solltest du auf das UVA Bewertungssystem achten, das auf den Produkten abgebildet ist. Allerdings entscheidet jeder einzelne Hersteller, wie er auf seinem Produkt den Schutz vor der Sonnenstrahlung angibt. Aus diesem Grund kann es in vielen Fällen etwas schwieriger sein, den genauen Schutz vor den UVA Strahlen herauszufinden.

Wann solltest du Sonnenschutz auftragen?

Weit verbreitet ist der Glaube, dass die Sonne deine Haut nur angreift, sobald sie zu sehen ist. Das stimmt so aber nicht! Dicke Wolken am Himmel können zwar UV-Strahlung zu 80% minimieren, allerdings reflektieren verschiedene Oberflächen in unserem Alltag die Sonne, sodass diese unsere Haut weiterhin angreifen kann. Beispielsweise werden 80% der UV-Strahlung durch frischen Schnee reflektiert. Meeresschaum und trockener Sand reflektieren 20 bis 25% der Strahlung. Aus diesem Grund solltest du jeden Tag eine Sonnenschutzcreme oder eine Feuchtigkeitscreme mit integriertem LSF tragen.

Wie oft solltest du einen Sonnenschutz auftragen?

Einmaliges Auftragen kann deinen Körper nicht den ganzen Tag vor der Sonne schützen! Allgemein gilt: Trage den Sonnenschutz 30 Minuten vor dem Sonnenbaden auf, damit dieser gut in deine Haut einziehen kann. Nach 30 Minuten in der Sonne, solltest du den Schutz erneut auftragen, damit eine durchgehenden Schutz gewährleistet werden kann. Allgemein gilt nach dem Schwimmen oder Abtrocknen, dass du deinen Sonnenschutz erneut auftragen solltest. 

Vergiss nicht – Die Sonne tut uns gut!

In erster Linie genießen wir die Sonnenstrahlen, da sie uns einen gesunden Glow und eine gleichmäßige Bräune verleihen, die gerade in den warmen Sommermonaten schön aussehen. Allerdings wirkt sich die UV-Strahlung auch positiv auf unsere Gesundheit aus. Schon 20 Minuten täglich in der Sonne steigern den Vitamin D Gehalt in unserem Körper und fördern unsere Gesundheit. Außerdem ist es bewiesen, dass sich Betroffene bestimmter Krankheiten, wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle, im Sommer deutlich besser erholen, als in kalten Wintermonaten. 

Sonnenschutzcremes oder Feuchtigkeitscremes mit LSF?

Nach den ganzen wichtigen Infos fragst du dich jetzt bestimmt, wie du dich am besten vor der Sonne schützt. Wir zeigen dir, welche Vor- und Nachteile die verschiedene Produkte mit sich bringen.

Sonnenschutzcremes

In erster Linie sind Sonnenschutzcremes dafür da, um auf deiner Hautoberfläche zu wirken, indem sie dort die UV-Strahlung abwehren. Ein Sonnenschutzmittel ist keine Inhaltsstoff, das in Cremes enthalten ist, um deine Haut zu pflegen. Du sollte ihn bewusst als einzelnen Schritt in deine tägliche Skincare Routine einbauen, indem du deinen Sonnenschutz am Ende, vor deinem Make-up, aufträgst. Beim Auftragen einer Sonnenschutzcreme ist zudem das Bewusstsein des Sonnenschutzes höher. Die meisten achten bewusst darauf, in welcher Menge sie das Produkt auftragen und auch, wie gleichmäßig sie die Sonnencreme auf das gesamte Gesicht verteilen. 

Feuchtigkeitscremes mit LSF

Verglichen dazu sind Feuchtigkeitscremes dafür da, um deine Haut mit pflegenden Inhaltsstoffen, wie Aloe Vera, zu unterstützen und die Hautbarriere wieder aufzubauen. Enthalten diese Cremes einen Lichtschutzfaktor, dann besteht die Gefahr, dass zu wenig Produkt aufgetragen wird, sodass ein kompletter und ausreichender Schutz vor der Sonneneinstrahlung nicht gewährleistet werden kann. Aus diesem Grund können feuchtigkeitsspendende Cremes nicht zu 100% wirken, denn der enthaltene Lichtschutzfaktor kann durch die geringe, aufgetragene Menge der Creme nicht vollständig schützen! Ein Lichtschutzfaktor von 15 oder 30 wird verdünnt, sodass nur ein Lichtschutzfaktor von 12 oder geringer auf der Haut wirken kann. Außerdem werden Feuchtigkeitscremes oft nicht gleichmäßig im gesamten Gesicht verteilt, sodass einige Stellen nicht ausreichend geschützt sein können. Unser Tipp: Trage vor deinem Sonnenschutz eine dünne Schicht deiner Feuchtigkeitspflege und im Anschluss eine gute Schicht Sonnencreme auf. Hier solltest du darauf achten, dass der Lichtschutzfaktor bei mindestens 30 oder höher liegt, damit deine Haut durchgehend geschützt ist. 

Was ist die bessere Wahl?

Wenn deine Feuchtigkeitspflege einen höheren Lichtschutzfaktor enthält, dann ist es in Ordnung, wenn du nur diese benutzt. Vorausgesetzt du verwendest das Produkt in einer angemessenen Menge. Da die Feuchtigkeitspflege aber oft bei einer großen Menge sehr fettig wirken kann, empfehlen wir dir trotzdem die Kombination mit einer Sonnenschutzcreme. So kannst du weiterhin beruhigt und sicher sein, dass die dünn aufgetragene Tagescreme deiner Haut Feuchtigkeit spendet und die darauffolgende Sonnencreme deine Haut ausreichend vor den Sonnenstrahlung schützt. 

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Sophie Kulinski

Sophie Kulinski ist medizinische Kosmetologin und leitet seit 2006 ihr eigenes Kosmetikstudio in Bochum. Ihr Spezialgebiet ist die Korneotherapie, die Kosmetik und Dermatologie auf wissenschaftlicher Grundlage miteinander verbindet. Sophie ist seit Beginn ein fester Bestandteil von Beautyself und bereichert das Team mit ihrem fachspezifischen Wissen.

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