So wirken sich zuckerhaltige Lebensmittel auf deine Haut aus

Zucker schadet nicht nur unserem Körper, sondern auch unserer Haut. Wir erklären Dir heute, wie sehr deine Haut unter zuckerhaltigen Lebensmitteln leidet und wie du den zahlreichen Süßigkeiten widerstehen kannst.

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Der Pro-Kopf-Verbrauch von Zucker in Deutschland beträgt unglaubliche 95 Gramm, dabei empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Ernährung  (DGE) allerhöchstens 50 Gramm am Tag, die wir zu uns nehmen sollten. Mittlerweile ist es sehr schwierig Zucker ganz zu meiden, da er in rund 74% der verpackten und verarbeiteten Lebensmitteln vorkommt. Dies ist unter anderem auch der Grund dafür, weshalb der Zuckerkonsum in Deutschland stetig steigt.

Ein erhöhter Zuckerkonsum bringt nicht nur viele negative Eigenschaften für unseren Körper, wie zum Beispiel die Entwicklung einer Adipositas, mit sich, sondern ist unter anderem auch dafür verantwortlich, unserer Haut Schaden zuzufügen.

Der Unterschied zwischen Fruchtzucker und anderen Zuckersorten

Es gibt viele verschiedene verarbeitete Zuckerarten. Die uns bekanntesten sind unter anderem Weißzucker, brauner Zucker, Rohrzucker, Palmzucker, Invertzucker und Maissirup. Diese Sorten werden aus Pflanzen hergestellt und zu einer einfachen und süßen Form verarbeitet. Sie enthalten keine signifikanten Nährstoffe. Ganz anders sieht es bei dem Fruchtzucker aus, dieser enthält viele wertvolle Ballaststoffe, Antioxidantien, Vitamine und Mineralien und ist auch unter dem Begriff Fructose bekannt.

Des Weiteren wird Fructose, aufgrund der hohen Anzahl an Ballaststoffen, in unserem Körper sehr langsam abgebaut. Wohingegen raffinierter Zucker, genau da Gegenteil bewirkt, denn der verarbeitete Zucker wandert in den Blutkreislauf und bringt dabei unseren Blutzuckerspiegel aus dem Gleichgewicht. Dies kann Entzündungen in unserem Körper verstärken und existierende Hautkrankheiten, wie zum Beispiel Ekzeme, verschlimmern.

Verstärkung von Hautkrankheiten

Der glykämische Index klassifiziert kohlenhydrathaltige Lebensmittel, die aus Zuckermolekülen bestehen, nach ihrer Wirkung auf den Blutzuckerspiegel. Weist ein Lebensmittel einen hohen Wert auf, so trägt es unter anderem dazu bei, Hautkrankheiten zu verschlimmern. Dies ist zum Beispiel bei Weißbrot und Süßigkeiten der Fall, da durch die Aufnahme dieser Lebensmittel der Insulinspiegel steigt. Dadurch wird das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet, welches die Ölproduktion des Haut anregt. Dies führt wiederum zur Verstopfung der Poren und fördert somit die Entstehung von fiesen Pickeln und begünstigt Akne. Greife aus diesem Grund lieber zu Lebensmitteln, die natürlichen Zucker enthalten, wenn Du versuchen möchtest, deine Hautprobleme in den Griff zu bekommen.

Faltenbildung

Eine langfristig erhöhte Aufnahme von Zucker trägt zudem zur Veränderung der Proteinstruktur in unserer Haut bei. Dies geschieht aufgrund der Glykation. Bei diesem chemischen Prozess lagern sich die Zuckermoleküle im Blutkreislauf an Proteine, um neue, schädliche Moleküle zu bilden, sogenannte Advanced Glycation Endproducts (AGEs). Diese verändern schließlich die Struktur der Proteinfaser. Die Proteine die durch die Glykation angegriffen werden, sind unter anderem Kollagen und Elastin, die dafür verantwortlich sind, dein Hautbild zu straffen und Falten vorzubeugen.  

 

Diese Anzeichen verdeutlichen dir, dass die Proteinstruktur des Kollages und Elastins in deiner Haut bereits geschädigt ist:

  • die Oberfläche der Haut sieht hart und glänzend aus
  • es erscheinen tiefe Linien entlang deine Oberlippe
  • auf deiner Haut befinden sich Verfärbungen und Hyperpigmentierungen
  • es entstehen Falten, insbesondere im Bereich der Lachlinie
  • die Haut im Wangenbereich erschlafft

 

Neben der Schädigung der Proteinstruktur, bewirkt eine zuckerreiche Ernährung zudem, welche Art von Kollagen in der Haut gebildet wird. Die am särksten vorkommenden Kollagene sind Typ I, II und III, wobei Typ III am stabilsten ist. Durch die Glykation wird Kollagen vom Typ III in den viel empfindlicheren Typ I umgewandelt.

Möchte man dies verhindern, so sollte man am besten Lebensmittel wie Beeren und Zitrusfrüchten zu sich nehmen. Diese Obstsorten sind AEG-hemmend und enthalten viele Ballaststoffe und Antioxidantien. Sie unterstützen die Kollagenvernetzung, die zur Festigung der Haut beiträgt und das Auftreten von Falten reduziert.

Austrocknung der Haut

Die Glykation ist jedoch nicht nur für eine vermehrte Faltenbildung verantwortlich, sondern kann ebenfalls dazu führen, deine Haut auszutrocknen. Der Konsum von Grapefruits, Orangen und Tomaten kann die Haut jedoch davor bewahren und sie schützen. Sie enthalten deutlich mehr Naringenin – dieses Flavonoid hemmt die Hyaluronidase. Dies führt wiederum zum Abbau von Hyaluronsäure. Sie ist für die Wasserspeicherung zuständig und trägt dazu bei, deine Haut feucht zu halten und dein Hautbild zu stärken.

Vermeidung von Zucker

Abschließend lässt sich sagen, dass Zucker für eine Vielzahl von negativen Effekten im menschlichen Körper verantwortlich ist. Es ist daher sehr ratsam, Lebensmittel, die verarbeiteten Zucker enthalten, zu umgehen, um die Haut und den Körper zu schützen.

Wenn Du ab jetzt versuchen möchtest Zucker zu vermeiden, sollte Dir jedoch bewusst sein, dass die Entzündungsherde, die durch den übermäßigen Zuckerkonsum in deinem Körper entstehen, leider noch monatelang im Blutkreislauf zirkulieren. Sei deshalb konsequent und geduldig, da es ungefähr drei bis sechs Monate dauern kann, bis eine positive Wirkung anhand deines Hautbildes sichtbar wird.  

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Sophie Kulinski

Sophie Kulinski ist medizinische Kosmetologin und leitet seit 2006 ihr eigenes Kosmetikstudio in Bochum. Ihr Spezialgebiet ist die Korneotherapie, die Kosmetik und Dermatologie auf wissenschaftlicher Grundlage miteinander verbindet. Sophie ist seit Beginn ein fester Bestandteil von Beautyself und bereichert das Team mit ihrem fachspezifischen Wissen.

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