So verhinderst du, dass Hautpflege und Make-up „krümelt“

Bei so vielen von uns, die mit mehrstufigen Hautpflegeroutinen experimentieren, ist „Pilling“ ein ernstes Problem.
Hier sind unsere besten Tipps, wenn du mit diesem Problem zu kämpfen hast!

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Haben sich deine Produkte jemals wie ein alter Pullover auf deinem Gesicht angesammelt? Vielleicht hast du es auch schon gemerkt, nachdem du ein bestimmtes Make-up oder eine bestimmte Hautpflege übereinander aufgetragen hast. Oder aber es kam Stunden später, wenn du dein Gesicht berührt hast und es sich anfühlt, als wäre es mit winzigen Flocken oder Produktklumpen bedeckt ist. 

So oder so, es ist immer wieder ärgerlich. Dieses Phänomen – bekannt als „Pilling“ – ist eine häufige Gefahr beim Auftragen von Hautpflegeprodukten! Die folgenden Tipps sollten dir helfen, „Pilling“ vorzubeugen:

Was verursacht „Pilling“

„Pilling“ tritt auf, wenn Produkte nicht in die Haut aufgenommen wurden und zwar aufgrund von: 

Bei so vielen von uns, die mit mehrstufigen Hautpflegeroutinen experimentieren, ist „Pilling“ ein ernstes Problem. 

So verhinderst du „Pilling“

1.Regelmäßiges Peeling

Das erste, was du tun musst, ist ein regelmäßiges Peeling. Um es klar auszudrücken, bestehen die kleinen Kugeln, die sich bilden, zwar nicht aus abgestorbener Haut, jedoch ist es immer noch wichtig, ein gutes Peeling zu benutzen. Denn dadurch werden die Produkte besser absorbiert und bleiben nicht nur auf einer Oberfläche von abgestorbener Haut. Eine Kombination aus sanftem manuellen und chemischen Peeling funktioniert dabei am besten. Säuren machen den größten Teil der Arbeit beim Lösen abgestorbener Zellen, und ein wenig Polieren hilft dabei, sie vollständig zu entfernen. 

Unsere Empfehlungen

2. Vermeide Silikone

Silikone sind einer der wahrscheinlich schlechtesten Inhaltsstoffe die zum „Pilling“ führen. Denn Silikone bleiben auf der Haut, um die Oberfläche zu glätten, anstatt einzuziehen. Um dies zu entgehen, verzichte auf silikonbasierte Produkte und steige auf ein silikonfreies oder silikonarmes Make-up sowie Hautpflegeprogramm um. Du kannst ganz einfach anhand der Liste der Inhaltsstoffe herausfinden, ob ein Produkt wenig Silikone enthält.

Unsere Empfehlungen

  • Silikonfreie Sonnenschutzmittel
  • Silikonfreie feuchtigkeitsspendende Seren
  • Silikonfreie Feuchtigkeitscremes
  • Silikonfreie Vitamin C-Behandlungen
  • Silikonfreie Foundations

Hinweis: Wenn du auf silikonarme Produkte geachtet hast, aber es immer noch „pillt“, könnte es an etwas Anderem liegen. Alles, was zu viel aufgetragen wird, hinterlässt möglicherweise Rückstände auf deiner Haut und führt zum „Pilling“. Mal sehen, ob der nächste Tipp hilft.

3. Verwende weniger vom Produkt

Wenn du zu viel an Produkten verwendest kann es zum „Pilling“ führe, da deine Haut dadurch viel mehr überlastet ist und nicht so viel auf einmal aufnehmen kann. Versuche es mal mit etwas weniger. Für Seren brauchst du z.B. nicht mehr als eine Cent-große Menge des Produkts. Während du bei der Feuchtigkeitscreme und Sonnencreme zu etwas mehr greifen musst, ungefähr Haselnussgroße Menge. 

Hinweis: Je mehr du von einem Produkt verwendest, desto schwieriger ist es das „Pilling“ zu vermeiden.

4. Überarbeite das Produkt nicht

Je mehr man die Haut berührt, desto mehr wird das Produkt gereizt und „Pilling“ hervorgerufen. Es versteht sich von selbst, dass das Reiben deines Gesichts ein riesiges „NoGo“ ist. Denn das führt nur dazu, dass sich Oberflächenreste zusammenballen und aufrollen. Verwende deswegen leichte Streichbewegungen, um deine Produkte aufzutragen, und widerstehe dem Drang, dein Gesicht mehr als unbedingt erforderlich ist zu berühren.

5. Schichtkompatible Zutaten in der richtigen Reihenfolge

Hast du schon einmal davon gehört, dass sich Öl und Wasser nicht mischt? Das gleiche gilt für „Pilling“. Wenn die Bestandteile zu unterschiedlich sind, können sie sich ansammeln. Versuche also, dein Produkt auf Ölbasis von deinen Produkten auf Wasserbasis zu trennen, falls das möglich ist. Das bedeutet, dass du eine ölfreie Feuchtigkeitscreme auf eine wässrige Essenz oder einem Serum auftragen kannst. Oder ein Gesichtsöl auf ein Serum mit Ölbasis. 

Denke auch daran, dass du mit den Schichten immer in die Richtung der leichtesten bis hin zur schwersten gehen möchtest. Daher solltest du Formeln auf Wasserbasis zuerst anwenden, dann Cremes und dann Öle.

6. Einen Tropfen Öl hinzufügen

Wenn du dich nicht an die Schichten auf Wasserbasis oder nur auf Ölbasis halten kannst, reicht es möglicherweise auch, einen Tropfen Öl hinzuzufügen. Wenn du das Ausprobieren solltest, greife am besten zu Jojoba oder Kokosnussöl zurück. 

Hinweis: Wenn du Öl in deinen Sonnenschutz mischen solltest, stelle sicher, dass es nur ein paar Tropfen sind, denn zu viel verdünnt es und könnte die Wirksamkeit des Sonnenschutzes beeinträchtigen.

7. Sprüh am Anfang und zwischen den Schichten

Wusstest du, dass feuchte Haut das Aufnehmen von Produkten verbessert? Das ist der Grund, warum Thermalwasser verhindern kann, dass sich deine anderen Produkte perlen. Probiere es aus und besprühe dein Gesicht vor und zwischen den einzelnen Schichten. Deine Haut sollte so die Inhaltsstoffe besser aufnehmen können.

8. Warte zwischen den einzelnen Schichten

Möglicherweise wird das Problem nicht immer gelöst, aber es lohnt sich zu prüfen, ob das Warten einen Unterschied macht. Gebe jeder Schicht etwas mehr Zeit für die Aufnahmen, sogar bis zu einer halben Stunde, und stelle sicher, dass sich deine Haut vollständig trocken anfühlt, bevor du das nächste Produkt verwendest. Auch nach der letzten Schicht solltest du ein paar Minuten warten.

Fazit

Denke daran, wenn alles andere nicht funktioniert und deine Produkte nicht gut zusammenspielen, kannst du einige Produkt jederzeit für die Abendpflege benutzen. Ja, du kannst auch Abends Vitamin C- und Niacinamid-Behandlungen anwenden. Gönne dir zwischen den Schichten und nach der letzten Schicht viel Zeit. So stellst du sicher, dass die meisten nützlichen Inhaltsstoffe aufgenommen worden sind, bevor sie auf dein Kissenbezug landen!

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Sophie Kulinski

Sophie Kulinski ist medizinische Kosmetologin und leitet seit 2006 ihr eigenes Kosmetikstudio in Bochum. Ihr Spezialgebiet ist die Korneotherapie, die Kosmetik und Dermatologie auf wissenschaftlicher Grundlage miteinander verbindet. Sophie ist seit Beginn ein fester Bestandteil von Beautyself und bereichert das Team mit ihrem fachspezifischen Wissen.

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