Rosacea – ein Erfahrungsbericht

In diesem Beitrag bekommt ihr exklusive Eindrücke, welche Erfahrungen Tatjana, 36, von rosacea-blog.de mit ihrem Hautproblem Rosacea gemacht hat und wie sie es geschafft hat, ihre optimale Hautpflegeroutine zu finden.

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Mein Name ist Tatjana, ich bin 36 Jahre alt und habe seit vielen Jahren Rosacea. Nach einigen Selbstversuchen, Flushs und Enttäuschungen vor und nach meiner Diagnose habe ich die für mich optimale Pflegeroutine gefunden. Diesen Erfolg möchte ich mit dir teilen.
Meine Rosacea- Geschichte fing rückblickend schon im Teenageralter an. Damals hatte ich schuppige Stellen im Gesicht, die mit Kortison behandelt wurden und zunächst verschwanden. Die richtige Diagnose kam aber einige Jahre später. Zu diesem Zeitpunkt war meine Rosi bereits fortgeschritten und äußerte sich durch dauerhafte Rötungen und schuppige Haut.
Mein Dermatologe verschrieb mir die Metrosalbe, die ich dann eine Weile verwendet habe. So richtig zufrieden mit meinem Hautzustand war ich aber nicht. Irgendwann kam es dann zum erneuten Schub mit geschwollenem, juckendem Gesicht. Aus vollkommener Verzweiflung brachte ich damals alle meine Pflegeprodukte zum neuen Arzt und bat ihn sich diese anzuschauen. Das Ergebnis war, dass alle meine Cremes und Lotions in die Tonne wanderten. Er gab mir Proben von La Roche-Posay und sagte, dass ich nur leichte Fluids benutzen soll.
Ab diesem Moment wurde mir die Wichtigkeit von richtiger Pflege wirklich erst bewusst und ich fing an, mich mit der Krankheit intensiver auseinander zu setzen.
Gleichzeitig gründete ich meinen Blog rosacea-blog.de, um das, was ich gelernt habe mit anderen Betroffenen zu teilen und sie vor unnötigen Fehlern zu bewahren. Seit mittlerweile mehr als drei Jahren habe ich keine Schübe und so gut wie keine Symptome. Meine Rötungen sind minimal und die Haut sieht sehr gut aus. Und das ohne Medikamente!

Meine aktuelle Rosacea Pflegeroutine

1. Reinigung

Morgens und abends reinige ich mein Gesicht gründlich. Das ist ein absolutes Muss bei Rosacea!
Generelle Empfehlung lautet hier milde Waschgele- und Lotions. Ich verwende allerdings ausschließlich Mizellenwasser.
Aktuell benutze ich das Hydro Boost Mizellenwasser von Neutrogena.
Das enthält Hyaluron und spendet schon bei der Reinigung Feuchtigkeit.
Früher, solange meine Haut noch nicht so stabil war, verwendete ich das Mizellenwasser von La Roche-Posay. Das würde ich auch empfehlen, wenn die Symptome noch recht stark sind.
Kritiker sagen, Mizellenwasser zerstören die Hautbarriere. Ich sage, das ist das einzige Reinigungsprodukt, das bei meiner Haut funktioniert.
Alle Waschgele, selbst die, die speziell für Rosacea entwickelt wurden, bewirken, dass meine Haut nach dem Waschen „bricht“. Da hilft auch keine Creme mehr. Ich verzichte sogar auf normales Wasser, da es bei mir denselben Effekt hat.
Andererseits sind Reinigungslotions für mich zu fettig, da ich eine sehr ölige Haut habe.
Wenn ich eine Reinigungsmilch benutze, habe ich das Gefühl, dass ich meine Haut nicht sauber mache, sondern noch mehr verschmutze. Aber da solltest du auf deine Haut schauen und die für dich richtige Konsistenz wählen.

2. Pflege

Als Tagespflege verwende ich zurzeit ebenfalls ein Produkt von Neutrogena und zwar das Aquagel. Im Winter greife ich zur etwas reichhaltigeren Alternative, dem Feuchtigkeitsfluid derselben Marke.
Das wird ebenfalls morgens und abends auf die gereinigte Haut aufgetragen.
Wenn ich merke, dass meine Haut etwas mehr reagiert, dann nutze ich mein All-time Favorite das Rosaliac AR Intense von La Roche-Posay. Das beruhigt die Haut sofort.
Es gibt aber auch einige Hausmittelchen, die eine schnelle Abhilfe bringen, wie z.B. ein Aloe Vera Gel.
Dazu gibt es auf meinem Blog eine eigene Rubrik, die „Quicktipps“ heißt.
Ab und zu benutze ich Hyaluron Ampullen oder eine Hyaluron-Maske, wenn ich das Gefühl habe, dass meine Haut etwas mehr Feuchtigkeit vertragen könnte.
Meine grundsätzliche Empfehlung in Bezug auf die richtige Rosacea Pflege lautet, nicht zu viele Produkte, weniger ist in diesem Fall tatsächlich mehr. Ich greife eher zu Gelen und Fluids, die nicht so fettig sind. Um die Symptome zu mildern und die Haut zu stabilisieren, lasse dir auf jeden Fall eine medizinische Salbe verschreiben und benutze, wenn notwendig, am besten eine Feuchtigkeitspflege aus der Apotheke.
Wenn du die Symptome im Griff hast, kannst du versuchen nach und nach die Salbe abzusetzen.
Aber da brauchst du viel Geduld! Eine oder drei Wochen sind definitiv nicht genug.
Die allerwichtigste Regel, die jeder, und insbesondere Menschen mit Rosacea beachten sollten, ist: Hör‘ auf deine Haut! Beobachte genau ihre Reaktionen
und passe dementsprechend deine Pflegeroutine an.

3. Sonnenschutz

Wenn wir über die richtige Pflege bei Rosacea sprechen, dürfen wir den Sonnenschutz nicht vergessen. Da viele Betroffene sehr stark auf Sonneneinstrahlung reagieren, sollte die Sonnencreme ein fester Bestandteil der Rosacea Pflegeroutine sein.
Ich persönlich gehöre absolut zu denjenigen, die ohne Sonnenschutz draußen sofort zu roten Tomaten werden.
Deshalb ist vor allem im Sommer der Anthelios Shaka Fluid LSF 50+ von La
Roche-Posay mein ständiger Begleiter. Ich trage ihn nach der Feuchtigkeitscreme, unter meinem Makeup auf.
Im Winter ist die Sonne nicht so stark, da reicht bei mir eine Foundation mit
Lichtschutzfaktor 30. Mein Lieblingsprodukt ist die ORIGINAL Foundation von bareMinerals.

Darauf solltest du achten

Wie ich schon erwähnt habe, habe ich mit meiner Pflegeroutine seit Jahren keinen Schub. Sie ist aber das Ergebnis eines langjährigen Ausprobierens und sicherlich nicht auf jeden zu 100% übertragbar.
Sie soll dir nur als Beispiel dienen und dir den einen oder anderen Impuls geben, um deine eigene Pflegeroutine zu optimieren. Neben den richtigen Pflegeprodukten solltest du unbedingt deine Trigger kennen und dich auch in anderen Lebensbereichen an die Krankheit anpassen.
Denn Ernährung und Stress gehören sehr häufig ebenfalls zu Triggern von Rosacea.

Darum habe ich rosacea-blog.de gegründet

Meinen Blog rosacea-blog.de habe ich aus einem ganz einfachen Grund gestartet: Ich wollte den anderen Rosacea Patienten helfen.
Vor allem Betroffene, die ihre Diagnose erst vor kurzem bekommen haben,
brauchen meiner Meinung nach mehr Infos darüber, was die Diagnose Rosacea bedeutet und wie sie mit der Erkrankung im Alltag zurechtkommen. Deshalb findet man auf meinem Blog nicht nur allgemeine Infos, sondern auch Tipps zur Pflege, Ernährung etc.
Für einige Leser ist zudem der persönliche Austausch eine Art moralischer Unterstützung. Denn viele sind mit ihren Symptomen überfordert und bekommen vereinzelt schwere Depressionen, welche die Lebensqualität
stark beeinträchtigen.
Natürlich kann ich in solchen Fällen keine qualifizierte Therapie ersetzen, aber ich weiß, dass viele meiner Leser schon alleine das Wissen, dass sie nicht alleine sind, sehr schätzen.
rosacea-blog.de

Seid ihr auch von Rosacea betroffen? Dann teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren!

Schau dir an, wie unsere Community mit Rosacea ihre Haut pflegt!

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