Langzeitfolgen von Botox

Vor einer Behandlung mit Botox solltest du auf jeden Fall über die Langzeitfolgen Bescheid wissen!

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Botox ist ein Neurotoxin, das die Kommunikation zwischen den Nerven und Muskeln vorübergehend verhindert. Mit anderen Worten: Botox lähmt den injizierten Muskel, in der Regel für einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten. Wenn du also danach versuchst die Stirn zu runzeln, wird es nicht funktionieren. Einige Studien haben sogar gezeigt, dass regelmäßige Behandlungen mit dem Neurotoxin die Stimmung verbessern und Depressionen bekämpfen können. Dennoch solltest du über die Langzeitfolgen von Botox informiert sein.

Für Anti-Aging-Zwecke verwenden Ärzte Botox, um zwei Arten von Falten zu behandeln: statische und dynamische Falten. Statische Linien sind die tiefen Falten, die sich nach jahrzehntelangem Stirnrunzeln, Lächeln und Anheben der Augenbrauen in die Gesichter der Menschen geätzt haben, während dynamische Falten nur sichtbar sind, wenn du deinen Gesichtsausdruck veränderst. Das Ziel der Behandlung ist es, die Bildung von statischen Linien ganz zu verhindern. Wenn du jedoch bereits statische Linien hast, können regelmäßige Behandlungen mit Neurotoxin die Falten sicherlich mildern und in einigen Fällen sogar langfristig beseitigen.

Aber da das Medikament erst seit 30 Jahren auf dem Markt ist, gibt es noch nicht viele Studien über die Langzeitfolgen von Botox. Einige davon möchten wir dir aber nicht vorenthalten:

Deine Gesichtsmuskeln werden trainiert sich weniger zu bewegen

Nachdem du Botox jahrelang kontinuierlich angewendet hast, werden deine Muskeln trainiert, um Faltenbildung größtenteils zu vermeiden. Sobald du das Gefühl gewohnt bist, nach der Behandlung mit Neurotoxin weniger Bewegung auf der Stirn zu haben, wird dir, sobald das Gift nachlässt, bewusstwerden, dass du die Bewegung machst.

Tipp:

Wenn du dir also deiner Gesichtsausdrücke bewusst wirst, kannst du übermäßiges Stirnrunzeln, Blinzeln und Augenbrauenanheben wahrscheinlich häufiger vermeiden.

Die Muskeln werden durch mangelnde Nutzung geschwächt

Wenn du deine Beine 20 Jahre lang nicht bewegt hättest, würden diese Muskeln schließlich schrumpfen und ziemlich schwach werden. Das Gleiche kann auch mit den Muskeln in deinem Gesicht passieren. Das heißt jedoch nicht, dass dein ganzes Gesicht verkümmert. Das Botox wird nur an diskreten Stellen im Gesicht injiziert, so dass nur die behandelten Muskeln schwach werden und die restlichen Muskeln hingegen ihr Volumen behalten.

Also nein, dein Gesicht wird nicht komplett eiskalt aussehen. Es gibt genug Muskeln, die durchgehend arbeiten, um deinen normalen Gesichtsausdruck zu ermöglichen. Wenn man dann auch noch eine Pause von Botox einlegt, dann gewinnen die Muskeln wieder mehr Kraft.

Deine Haut kann sichtbar dünner werden

Viele Patienten beschweren sich nach jahrelanger Anwendung von Botox über eine sichtbare Verdünnung der Haut. Dieser Effekt ist normalerweise nicht üblich, jedoch können Patienten, die zu früh mit der Verwendung von Botox beginnen für diese Nebenwirkung gefährdet sein. In solchen Fällen kann es passieren, dass die Haut auf der Stirn frühzeitig dünner und die Muskeln schwächer werden.

Außerdem kam es in seltenen Fällen schon vor, dass Patienten neben der Hautverdünnung auch Nebenwirkungen wie Verfärbungen bemerkten.

Glücklicherweise ist diese Nebenwirkung vermeidbar, indem man zum Beispiel kleinere Mengen an Toxin gleichmäßiger verteilt oder die Verwendung für einen längeren Zeitraum unterbricht.

Möglicherweise benötigst du im Laufe der Zeit weniger Botox

Eine jahrelange Verwendung von Botox kann dazu führen, dass du mit der Zeit immer weniger benötigst. Die Muskeln werden trainiert sich nicht zu bewegen, was beim Alterungsprozess hilft und Falten vorbeugt. Du wirst also immer noch jünger aussehen, auch wenn du mit der Behandlung aufhörst.

Viele Menschen haben Angst davor, dass ihr Gesicht extrem faltig wird, sobald sie die Anwendung von Botox unterbrechen. Deine Haut wird jedoch nicht direkt über Nacht Linien bilden, um die verlorene Zeit auszugleichen –  Je nachdem, wie lange du Botox verwendet hast, wirst du immer noch eine Zeit lang jünger aussehen.

Hast du schon eine Botox Behandlung hinter dir und kannst von deinen Erfahrungen und Langzeitfolgen berichten? Wir freuen uns auf deine Antwort in den Kommentaren!

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Sophie Kulinski

Sophie Kulinski ist medizinische Kosmetologin und leitet seit 2006 ihr eigenes Kosmetikstudio in Bochum. Ihr Spezialgebiet ist die Korneotherapie, die Kosmetik und Dermatologie auf wissenschaftlicher Grundlage miteinander verbindet. Sophie ist seit Beginn ein fester Bestandteil von Beautyself und bereichert das Team mit ihrem fachspezifischen Wissen.