Unterschied von Hydratisierend und Feuchtigkeitsspendend

Hydratisierend und Feuchtigkeitsspendend ist nicht das Gleiche für deine Haut - hier ist der Grund warum

Lerne den Unterschied zwischen Hydrator und Feuchtigkeitscreme (1)

Gefällt dir dieser Beitrag? Dann teile ihn gerne bei Pinterest.

Hydratisierend und Feuchtigkeitsspendend steht auf vielen Kosmetikprodukten und es hört sich fast gleich an, doch wo liegt der feine Unterschied? In diesem Beitrag wollen wir euch die Unterschiedlichkeiten erklären, damit ihr in Zukunft Bescheid wisst.

Hydration ist entscheidend

Du könntest denken, dass Hydration etwas ist, worüber sich nur Menschen mit trockener oder dehydrierter Haut Sorgen machen müssen. Aber die Feuchtigkeitsversorgung deiner Haut ist genauso wichtig wie die deines Körpers: dein Körper braucht Feuchtigkeit, um sich optimal zu fühlen und, unabhängig vom Hauttyp, auch deine Haut. Aber wo genau liegt der Unterschied zwischen Hydratisierend und Feuchtigkeitsspendend?

Hydrator vs. Feuchtigkeitscreme: Wo ist der Unterschied?

Wissenschaftlich gesehen ist Feuchtigkeitscreme ein Oberbegriff für Feuchtigkeitscreme-Typen:

  •   Weichmacher (Fette und Öle)
  •   Squalen (Öl)
  •   Feuchthaltemittel
  •   Okklusive

Aber in der Welt des Marketings und der Welt, in der wir Produkte kaufen, wurde die Terminologie überarbeitet und angepasst. Aber obwohl es keinen Standard gibt, was einen Hydrator und eine Feuchtigkeitscreme definiert, verwenden Marken diese Begriffe größtenteils, um zu unterscheiden, wie deine Haut die Feuchtigkeit erhält, die sie benötigt.

Feuchtigkeitsspender sind Inhaltsstoffe auf Ölbasis, einschließlich Okklusivstoffe wie Petrolatum oder Mineralöl, und Weichmacher wie Ester und Pflanzenöle. Diese bilden eine Schicht auf der Hautoberfläche, die das Austreten von Wasser verhindert. Außerdem sorgen sie auch dafür, dass sich die Haut glatter und weniger trocken anfühlt. Hydratoren sind Inhaltsstoffe, die als Feuchthaltemittel bezeichnet werden, wie Glycerin oder Hyaluronsäure, die Wasser aus der Atmosphäre oder deiner Haut aufnehmen und auf deiner Haut festhalten.

Es ist wichtig zu verstehen, dass diese zwei sehr unterschiedlich funktionieren. Und, ob deine Hautgesundheit sich dadurch verbessert oder verschlechtert hängt von der Entscheidung ab, welche du wählst. Das Endziel von besser hydratisierter Haut ist bei beiden zwar das gleiche, der Weg um dorthin zu gelangen hängt jedoch von deinem Hauttyp ab.

Wir erklären dir den Unterschied zwischen Hydrator und Feuchtigkeitscreme [Foto: pixabay.com]

Was ist das Beste für deinen Hauttyp?

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Produkte auf dem Markt, von Balsamen über Öle bis hin zu Cremes, Gel und Salben, aber in Wirklichkeit bewirken sie alle das gleiche.

Die meisten Hautlotionen und Hautpflegeprodukte enthalten sowohl okklusive als auch lindernde Inhaltsstoffe und Feuchthaltemittel, so spenden sie Feuchtigkeit und gleichzeitig Hydration. Die besondere Form, die ein Produkt annimmt (Gel, Balsam, Öl, Creme usw.) beeinflusst nicht wirklich die Leistung des Produkts. Es sind die Inhaltsstoffe, die zählen. Die Form beeinflusst nur die Erfahrung bei der Anwendung. Allerdings solltest du die Inhaltsstoffe lesen und Verschiedene ausprobieren. Manchmal kann es sein, dass deine Haut nur mit einer bestimmten Feuchtigkeitscreme oder einem Feuchtigkeitsspender besser reagiert als mit beiden zusammen.

Feuchtigkeitspflege für trockene Haut

Wenn du trockene Haut hast, probiere eine dickere Feuchtigkeitscreme.

Wenn deine Haut das ganze Jahr über natürlich trocken ist und dazu neigt, sich zu schuppen oder zu schälen, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die witterungsbedingte Austrocknung ist, die deine Trockenheit verursacht. Deine Haut hat es einfach schwer, Feuchtigkeit zu speichern. Dazu musst du dich mit Feuchtigkeit versorgen, um eine schützende Versiegelung auf der Oberfläche zu schaffen, die die Feuchtigkeit speichert. Eine dicke, lindernde Feuchtigkeitscreme verhindert, dass Wasser aus der Haut austritt und liefert mit den richtigen Inhaltsstoffen die Nährstoffe, die dein Teint braucht, um den ganzen Winter zu überstehen.

Wenn deine Haut wirklich trocken ist, benutze gutes, altmodisches Petroleum-Gelee, auch bekannt als Petrolatum. Wenn du aber Petrolatum vermeiden willst, dann kann Sheabutter, Rapsöl oder Sojaöl funktionieren.

Feuchtigkeitspflege für ausgetrocknete Haut

Du hast ausgetrocknete Haut? Probiere ein feuchtigkeitsspendendes Serum.

Wenn deine Haut dehydriert ist, musst du aktiv Wasser in die Haut zurückgeben. Achte auf ein feuchtigkeitsspendendes Serum mit Hyaluronsäure, das sehr viel Wasser enthält und der Haut eine gesunde Dosis Feuchtigkeit zuführt.

Inhaltsstoffe, die du auf jeden Fall probieren solltest:

Hyaluronsäure, Aloe Vera, Honig

Feuchtigkeitspflege für fettige Haut

Wenn du fettige Haut hast, probiere einen wasserbasierten Feuchtigkeitsspender und Feuchtigkeitscreme aus.

Nur weil du einen fettigen Hauttyp hast, bedeutet das nicht, dass deine Haut nicht dehydriert ist. Außerdem kann es deine Ölprobleme sogar verschlimmern, wenn deine Haut dehydriert ist. Menschen mit fettiger Haut haben oft eine beeinträchtigte Barrierefunktion, die es ihrer Haut schwer macht, Feuchtigkeit zu speichern. Wenn Feuchtigkeit die Haut verlässt, wird sie dehydriert, wodurch die Haut mehr Fett produziert. Es ist ein Teufelskreis, und der einzige Weg, ihn zu durchbrechen, ist, deiner Haut die richtige Feuchtigkeit zu geben, die sie braucht.

Achte auf wasserbasierte, nicht-komedogene Feuchtigkeitsspender. Wasserbasierte Produkte fühlen sich auf der Haut leichter an und verstopfen die Poren nicht.

Aber woher weißt du, ob das Produkt Feuchtigkeit spendet oder hydratisiert?

Als abschließendes Urteil: was ist besser, wenn es darum geht deine Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, Feuchtigkeitscreme oder Hydrator?

Die Antwort ist wahrscheinlich beides.

Wie bereits erwähnt, hängt alles von deinem Hauttyp ab und die meisten gängigen Cremes machen beides. Aber wenn du ein Hautpflegeliebhaber bist, der sich mit einzelnen Inhaltsstoffen und 10-Schritte-Routinen beschäftigt, könntest du es falsch machen.

Side Facts:

Ist Wasser eine gute Feuchtigkeitscreme?

Wasser allein ist nicht stark genug, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Wahrscheinlich ist, dass das Wasser beim Verlassen des Badezimmers verdunstet ist – zusammen mit den natürlichen Ölen deiner Haut. Je mehr du deine Haut wäschst, ohne eine Feuchtigkeitscreme oder einen Feuchtigkeitsspender aufzutragen, desto wahrscheinlicher wird deine Haut austrocknen.

Hydration von innen nach außen

  •  Achte darauf täglich viel Wasser zu trinken. Ein gutes Ziel ist 1,5-2 Liter Wasser pro Tag.
  •  Füge wasserreiche Lebensmittel wie Wassermelone, Erdbeeren und Gurke zu deinem Speiseplan hinzu. Diese können helfen, deiner Haut und deinem Körper die Feuchtigkeit zu spenden, die sie benötigt, um ihr Aussehen und ihr Wohlbefinden zu verbessern.

In Zukunft kennt ihr also den Unterschied zwischen hydratisierend und feuchtigkeitsspendend, wenn ihr vor dem Kosmetikregal steht oder bei uns im Shop vorbeischaut. 😉

Finde hier Deine passende Hautpflegeroutine für jeden Hauttyp

MEHR ZUM THEMA

SHARE

Sophie Kulinski

Sophie Kulinski ist medizinische Kosmetologin und leitet seit 2006 ihr eigenes Kosmetikstudio in Bochum. Ihr Spezialgebiet ist die Korneotherapie, die Kosmetik und Dermatologie auf wissenschaftlicher Grundlage miteinander verbindet. Sophie ist seit Beginn ein fester Bestandteil von Beautyself und bereichert das Team mit ihrem fachspezifischen Wissen.

Ähnliche Artikel