TROCKENE HAUT – wie du sie pflegst & behandelst

In diesem Beitrag erfährst du alles, was du über trockene Haut wissen musst. Was ist trockene Haut, wie pflegst und behandelst du sie? Außerdem erfährst du die Ursache von trockener Haut.

Die Haut ist unser größtes und sensibelstes Organ. Ist unser körpereigenes Schutzschild (Hautbarriere) angegriffen, sind wir nicht mehr so gut vor äußeren Einflüssen geschützt und wir fühlen uns unwohl.

Wenn die Haut trocken ist, spannt, juckt oder schuppig wird, können sowohl innere als auch äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Doch was genau fehlt eigentlich trockener Haut, welche Ursachen stecken dahinter und was sind die besten Mittel und Wege, um die Hautbarriere des Körpers wieder ins Gleichgewicht zu bringen?

Wir sind auf Spurensuche gegangen und haben alles, was du über trockene Haut wissen musst, für dich zusammengefasst.

TROCKENE HAUT

Ursachen und Merkmale

  • Äußere Einflüsse
  • Innere Einflüsse
  • Krankheitsbilder

WAS HILFT GEGEN TROCKENE HAUT?

Pflege und Wirkstoffe

  • Die richtige Pflege
  • Wenn Pflege allein nicht mehr hilft
  • Hausmittel gegen trockene Haut

Professionelle Behandlungsmethoden

  • Behandlung im Kosmetikstudio

FAQ
ZU TROCKENER HAUT

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Trockene Haut - wie du sie pflegst und behandelst

In diesem Beitrag geben wir dir Tipps für die Pflege deiner trockenen Haut.

Ursachen und Merkmale von trockener Haut

Trockene Haut kann sowohl alltägliche als auch krankhafte Einflüsse haben. Welche äußeren, inneren und krankhaften Einflussfaktoren es gibt, haben wir hier für dich zusammengefasst. Denn bevor du ein Mittel gegen trockene Haut suchst, solltest du wissen, worin bei dir die Ursache für trockene oder juckende Haut liegt.

Äußere Einflüsse

Unsere Haut ist ein sensibles Organ. Dies gilt für trockene Haut ganz besonders, denn gesunde und schöne Haut hat einen natürlichen Schutzfilm, der bei trockener Haut angegriffen ist. Dadurch kann bei trockener Haut ein Teufelskreis entstehen, denn sie wird zusätzlich anfälliger gegen äußere Einflüsse. Achte daher ganz besonders darauf, dass du dich nicht zusätzlich diesen Einflüssen aussetzt, wenn die Haut ohnehin angegriffen ist, bzw. dich in Form einer reichhaltigen Pflege und ausreichendem Sonnenschutz schützt.

Hautcreme

Sonne, Wind und Wetter

Viele werden es kennen: Insbesondere die Gesichtshaut und die Hände sind in der kalten Jahreszeit trockener als sonst. Dies liegt daran, dass die Luftfeuchtigkeit ab dem Herbst stetig abnimmt. In der warmen Jahreszeit hilft die höhere Luftfeuchtigkeit dabei, die Haut vor dem Austrocknen zu bewahren.

Auch eine niedrigere Luftfeuchtigkeit in Räumen kann einen negativen Einfluss darauf haben, wie gut die Haut Feuchtigkeit speichert. Darüber hinaus können langwellige UVA-Strahlen der Sonne zusätzlich die Hautalterung beschleunigen und dafür sorgen, dass Feuchtigkeit nicht mehr gut gespeichert wird. UVB-Strahlen hingegen schädigen die oberen Hautschichten und machen die Haut dadurch zusätzlich anfälliger. Bei trockener Haut solltest du daher ganz besonders darauf achten, neben der Hautpflege und zusätzlich zu einer Feuchtigkeitscreme auch einen Sonnenschutz aufzutragen, insbesondere, da UVA-Strahlen auch bei bewölktem Himmel oder durch geschlossene Fenster auf deine Haut treffen. Da UVA-Strahlung tief in die Haut eindringt und ein Faktor für vorzeitige Hautalterung und Langzeitschäden wie Sonnenallergien ist, ist auch hiergegen ein permanenter Schutz unumgänglich.

Übertriebene oder mangelnde Körperpflege

Wenn die Haut sehr trocken ist, kann ein übertriebenes Maß an Körperpflege große Nachteile mit sich bringen. Insbesondere heißes Wasser und zu viel Seife können das Risiko trockener Haut deutlich erhöhen, da die Schutzschicht der Haut angegriffen wird. Daher solltest du die Temperatur nicht zu hoch wählen und zudem die Duschzeit beschränken. Eine gute Faustformel ist, die tägliche Körperpflege mit Wasser auf die Dauer eines Liedes auf deinem Musikplayer zu begrenzen. Dies reicht für eine gute Hygiene aus. Bei Bädern empfehlen wir, rückfettende Öle hinzuzufügen, um der Haut etwas davon zurückzugeben, was sie beim Bad verliert.

Natürlich solltest du aber nicht auf die Körperhygiene verzichten, denn Schmutz, Bakterien und sonstige schädliche Einflüsse von außen sind ebenso eine Strapaze für die Haut.

Hautcreme
Hautcreme

Kleidung und Waschmittel

Sowohl die Reize durch die Kleidung selbst als auch mit falschen Waschmitteln gewaschene Kleidung kann sich negativ auf den Schutzfilm der Haut auswirken. Wenn du dich häufiger kratzen musst, wenn du ein bestimmtes Kleidungsstück trägst, solltest du es meiden. Achte außerdem darauf, Sensitiv-Waschmittel zu verwenden und auf Stoffe wie Weichmacher, Weißmacher und Duftstoffe zu verzichten. Deine Haut wird es dir danken.

Putzmittel und sonstige Schadstoffe

Auch andere Schadstoffe aus der Luft sowie der Kontakt mit Chemikalien im Alltag können Ursache für trockene Haut sein. Achte daher genau darauf, wie deine Haut reagiert, wenn du dich an bestimmten Orten aufhältst oder mit bestimmten Reinigungsmitteln im Alltag in Kontakt kommst. Beim Hausputz empfiehlt es sich ohnehin, Handschuhe zu tragen. Gleiches gilt auch für Makeup und Kosmetik – wenn Inhaltsstoffe enthalten sind, die du nicht verträgst, kann es ebenfalls zu trockener Haut kommen. Probiere Naturkosmetik aus und verzichte so viel wie möglich auf Kosmetik, falls du den Eindruck hast, sie könnte die Symptome verschlimmern.

Hautcreme

Innere Einflüsse

Neben den vielfältigen äußeren Einflüssen, können auch innere Einflüsse eine maßgebliche Ursache für trockene Haut sein. Hier ist das große Problem, dass du dich mit einer Creme für trockene Haut nicht vor diesen Einflüssen schützen kannst. Achte daher ganz besonders darauf und versuche, so viele negative Einflussfaktoren wie möglich zu vermeiden.

Flüssigkeitsmangel durch zu wenig trinken ist eine der Hauptursachen für trockene Haut. Viele Tipps gegen trockene Haut helfen daher praktisch nichts, wenn die Hauptursache darin liegt, dass du über den Tag verteilt deutlich zu wenig trinkst. Am besten ist Wasser und am wenigsten geeignet, um den Flüssigkeitshaushalt des Körpers zu regulieren, ist Alkohol. Alkohol entzieht zusätzlich Wasser und kann einen sehr negativen Effekt auf die Haut haben, da es schlichtweg Gift für den Körper ist. Gleiches gilt auch für Nikotin und andere schädliche Substanzen.

Heute weiß man, dass die Haut nicht nur sprichwörtlich Spiegelbild der Seele ist, sondern dass die Psyche einen direkten Einfluss darauf hat, dass unsere Haut gesund bleibt. Wenn du besonders gestresst bist, ist das Risiko daher auch deutlich höher, dass die Haut austrocknet. Außerdem solltest du übermäßiges Schwitzen vermeiden, denn hierdurch verliert die Haut Flüssigkeit und Salze, sie rötet sich und spannt.

Hormonelle Veränderungen können ebenfalls zu trockener Haut führen. So hat man festgestellt, dass insbesondere Geschlechtshormone den Hautzustand beeinflussen. So verändert sich der Hauttyp im Laufe des Lebens. Wie sie in der Pubertät deutlich fettiger werden kann, so kann sie später eher zu Trockenheit neigen. Auch während der Stillzeit, Schwangerschaft oder den Wechseljahren kann die Haut sich deutlich verändern und trockener werden.

Krankheitsbilder

Neben den vielfältigen äußeren Einflüssen, können auch innere Einflüsse eine maßgebliche Ursache für trockene Haut sein. Hier ist das große Problem, dass du dich mit einer Creme für trockene Haut nicht vor diesen Einflüssen schützen kannst. Achte daher ganz besonders darauf und versuche, so viele negative Einflussfaktoren wie möglich zu vermeiden.

Im Gegensatz zu äußeren Einflüssen oder klar nachvollziehbaren Einflüssen können auch krankhafte Faktoren eine große Rolle spielen. Neben Hormon- und Stoffwechselerkrankungen gibt es auch eine Reihe von anderen Krankheiten, die mit trockener Haut als Begleiterscheinung einhergehen. Im Gegensatz zur nicht krankhaften trockenen Haut kommen hier aber meist weitere Symptome hinzu, die verraten, dass es sich um krankhaft trockene Haut handelt.

Insbesondere Hautausschläge, Ekzeme oder Krankheiten wie Schuppenflechte, Dermatitis und Neurodermitis gehen mit trockener Haut einher. Darüber hinaus können beispielsweise auch eine Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes oder eine Mangelernährung zu trockener Haut führen. Wichtig ist stets, einen Spezialisten aufzusuchen und nicht selbst zu versuchen, das Krankheitsbild zu heilen. Grundsätzlich solltest du zum Arzt gehen, wenn die Haut dauerhaft trocken ist, ständig spannt oder sogar schmerzt oder sich zusätzlich Pusteln, Quaddeln oder andere Ausschläge bilden.

Falsche Hautpflege-Produkte, speziell Gesichtspflege

Ist in deiner Creme Alkohol enthalten? Dann benutze sie nicht mehr und verschenke sie lieber. Es gibt durchaus pflegende Alkohole, aber auch welche, die die Haut extrem austrocknen. Zu den verschiedenen Bezeichnungen findest Du mehr in unserem Ratgeber Wirkstoffe/Alkohol. Parfum, Duftstoffe und ätherische Öle können zusätzlich  die Haut reizen.

Nutzt Du eine Gel-Creme, oder eine leichte Feuchtigkeitspflege? Dies ist der falsche Weg bei trockener Haut. Du brauchst reichhaltige Pflege und okklusive (feuchtigkeitsbindende) Cremes.

Peelst Du Deine Haut oft? Mechanisches Peeling ist Gift für trockene Haut. Hier solltest Du auf chemische Peelings und sanfte Wirkstoffe, wie Milchsäure oder Mandelsäure setzen. Glycolsäure ist auch möglich. Aber dann bitte niedrig dosiert einschleichen. Auch hochdosiertes Vitamin C und Retinol kann Deine Haut weiter austrocknen und reizen.

Zudem trocknet jeglicher Kontakt mit Wasser die Haut zusätzlich aus. Vermeide es also, Dein Gesicht mehrmals am Tag zu waschen. Nutze effektive Reinigungsprodukte ohne harsche Inhaltsstoffe. Merke: Wenn Dein Gesicht nach der Reinigung „quietscht“, ist dies KEIN gutes Zeichen!

Mehr dazu findest du hier unter dem Punkt Wirk- & Inhaltsstoffe.

Was hilft gegen trockene Haut?

Es ist wichtig, dass du zunächst herausfindest, ob deine Haut Feuchtigkeit oder eher Fett benötigt. Ob die Haut mehr Lipide (wasserunlösliche Stoffe wie Fette) oder mehr Feuchtigkeit benötigt, lässt sich anhand einiger Kriterien schnell entscheiden, manchmal ist es aber gar nicht so einfach herauszufinden. Im Zweifel solltest du dir daher Rat von einem Experten holen. Dies kann im Kosmetikstudio oder durch einen Dermatologen geschehen.

Als Faustformel gilt: Feuchtigkeit braucht die Haut eher, wenn viele raue Stellen vorhanden sind und beispielsweise die Strumpfhose beim Ausziehen hängen bleibt. In diesem Fall spannt und juckt die Haut häufig. Ist die Haut hingegen so rau, dass kleine Risse entstehen und Entzündungen erkennbar sind, braucht die Haut Fett. Häufig entstehen auch schuppende Stellen.

Grundsätzlich braucht eine trockene Haut mehr Aufmerksamkeit als normale Haut. Welche Hautpflege-Produkte gegen trockene Haut helfen, wie es sich mit der Pflege für trockene Haut verhält und welche Hausmittel gegen trockene Haut helfen können, haben wir hier für dich zusammengefasst.

Die richtige Pflege

Eine Creme gegen trockene Haut besteht stets aus einem Mix aus Fett und Wasser. Entscheidend ist, dass du für deinen Hauttyp herausfindest, welche Verteilung von Fett und Wasseranteilen für dich ideal ist. Zusätzlich kommen Hilfsstoffe wie Emulgatoren und (milde) Tenside hinzu, die dafür sorgen, dass sich Fett- und Wasseranteile zu einer Emulsion verbinden. Generell freut sich sehr trockene Haut über Emulsionen mit hohem Fettgehalt, denn diese hinterlassen einen leichten Fettfilm auf der Haut, was die Abgabe von hauteigener Feuchtigkeit verringert. Natürliche Fette wie Mandelöl oder Sheabutter kommen in ihrer Zusammensetzung dem hauteigenen Fett besonders nahe und sind aus diesem Grund in vielen Pflegeprodukten für trockene Haut enthalten.

Reinigung

Der erste und vielleicht wichtigste Schritt Deiner Pflegeroutine. Reinige Abends mit einem sanften Reinigungsöl oder Reinigungsbalm. Gerade wenn Du Sonnenschutz trägst, kannst Du diesen nicht mit einem Gel oder einem Schaum restlos entfernen.

Morgens reicht grundsätzlich bei trockener Haut eine Reinigung mit Wasser. Wenn dies für Dich nicht in Frage bekommt, da die Haut nachts Sebum produziert, benutze bitte nur eine milde Reinigungslotion, leichten Schaum oder Gel. Immer natürlich reizarm formuliert.

Petrolatum

Nutzt Vaseline für Euch. Vaseline ist zu Unrecht in Verruf, denn Petrolatum ist das BESTE okklusive Produkt, welches es auf dem Markt gibt. Die Haut verliert 24/7 Feuchtigkeit. Bei trockener Haut ist dieser Feuchtigkeitsverlust extrem hoch. Um die Feuchtigkeit der Creme einzuschließen (Okklusion), hilft es, über Nacht eine ganz dünne Schicht Vaseline über der eigentlichen Creme aufzutragen. Ihr könnt hier ganz herkömmliche Vaseline aus dem Drogeriemarkt nutzen.

Vitamin E, Allantoin und Pantothensäure

Diese Wirkstoffe wirken stark rückfettend und sind daher in vielen Cremes gegen trockene Haut enthalten. Sie haben keine Nebenwirkungen und helfen, den natürlichen Säuremantel der Haut wieder aufzubauen.

Hautöle

Nähren trockene Haut, fühlen sich angenehm an und die Hautstruktur fühlt sich samtig/geschmeidig an, können auch in die Gesichtscreme oder Bodylotion gemischt werden. Pflanzliche Öle können besser und tiefer einziehen. So werden auch tiefer liegende Hautschichten genährt. Mit der richtigen Dosis bleibt kein glänzender Ölfilm auf der Haut zurück.

Mikrosilber-Präparate

Von Mikrosilber weiß man, dass es die Keimbelastung reduzieren kann. Dies kann insbesondere trockene und gereizte Haut entlasten, da sie zusätzlich anfällig gegen Keime ist. Kombipräparate mit Mikrosilber sowie Fetten und Vitaminen versprechen teilweise eine sehr gute Hilfe gegen trockene Haut.

Aloe Vera

Aloe Vera gibt es in Gelform als reines Naturprodukt aber auch als Zusatzstoff in Pflegeprodukten. Aloe Vera ist ein hervorragender natürlicher Feuchtigkeitsspender, der nicht nur gegen trockene Haut sondern mitunter auch gegen krankhaft trockene Haut (beispielsweise bei Schuppenflechte) empfohlen und eingesetzt wird. Auch als Makeup-Entferner sowie in einer 1:1-Mischung mit Oliven- oder Kokosöl als Body-Lotion kann das Gel der Pflanze sehr gut verwendet werden.

Body Butter

Auch Body Butter ist für die Hautpflege bei trockener Haut sehr empfehlenswert. Es gibt verschiedene Zusammensetzungen, wobei häufig Inhaltsstoffe wie Sheabutter, Olivenöl, Jojobaöl, Weizenkeimöl oder auch Mangosamenöl zum Einsatz kommen. Diese Inhaltsstoffe sind sehr gut verträglich.

Dexpanthenol (Panthenol)

Cremes mit den Wirkstoffen Dexpanthenol und Gylcerol haben einen stark befeuchtenden und pflegenden Effekt. Insbesondere wenn deine Haut sehr trocken ist, können sie sehr gut helfen und schnelle Linderung verschaffen. Viele sehr wirksame Mittel sind allerdings apothekenpflichtig

Bio-Cellulose Masken

Bio-Cellulose Masken bestehen aus natürlichen, sehr feinen Nanofasern, die sich wie eine zweite Haut über die eigene Haut legen. In den meisten Fällen sind es Tuchmasken. Da der Stoff extrem hydrophil und zugleich sehr nachgiebig sowie steril ist, eignet er sich hervorragend für die Pflege der Gesichtshaut. Sie werden in Kombination mit verschiedenen Wirkstoffen verwendet, die durch die Bio-Cellulose langsam und gleichmäßig abgegeben werden.

Sleeping Packs

Schlafmasken sind noch eine relativ neue Art in der Kategorie der Masken. Sie werden über der eigentlichen Nachtcreme aufgetragen und geben so zusätzliche Feuchtigkeit. Morgens wacht ihr mit einem prallen, gut genährtem Hautbild auf.

Alpha-Hydroxysäure Peelings (AHA)

Auch wenn es sich um eine Säure handelt, solltest du dich von dem Begriff nicht täuschen lassen, denn Inhaltsstoffe von AHA-Produkten sind sehr sanft zur Haut. Häufig verwendete Alpha-Hydroxysäuren sind Glykolsäure, Milchsäure oder auch Mandelsäure. Ein AHA-Peeling ist für die Haut sehr effektiv und sanft zugleich, was es für trockene Haut ideal macht. Abgestorbene Hautzellen werden entfernt und die Haut wird gleichzeitig hydratisiert. Mit einem sanften AHA-Peeling kannst du trockener Haut ihren natürlichen Glanz zurückgeben. Man findet AHA-Peelings in verschiedenen Konzentrationen (i.d.R. zwischen 5 und 10% und sowohl als Flüssigkeit als auch als Gel oder Lotion. Bei einer trockenen Haut sollte man zu häufiges Peeling vermeiden. Milch- oder Mandelsäure ist sanfter als Glykolsäure, aber effektiver. Und am Anfang bitte nie zu hoch dosieren und langsam einschleichen. Zunächst genügt 1x die Woche. Eine Steigerung auf 3x die Woche ist möglich, aber immer von der Hautsituation abhängig.

Inhaltsstoffe, die du meiden solltest: Achte bei der Wahl der Gesichtscreme bzw. der Hautcreme sowie bei Pflegeprodukten und Kosmetika darauf, dass sie ohne Alkohol (siehe Ratgeber Alkohol in Kosmetika), Duftstoffe, ätherische Öle, harsche Tenside und auch ohne Paraffin auskommt. Paraffine werden zwar häufig in Cremes eingesetzt, da sie günstig, geschmeidig und geruchlos sind, auf Dauer können sie die Haut aber zusätzlich trocken machen. Auch Konservierungsmittel sollte man vermeiden.

Wenn Pflege alleine nicht mehr hilft

Wenn du unter extrem trockener Haut leidest, die spannt und vielleicht sogar schuppt bzw. Ekzeme ausbildet, hilft die beste Pflegecreme nichts mehr. Hat eine Entzündung eingesetzt, kann ein Teufelskreis entstehen, der sich nur schwer durchbrechen lässt.

Schnelle erste Hilfe können leichte rezeptfreie hydrocortisonhaltige Cremes bringen, allerdings solltest du dies mit Vorsicht genießen und keinesfalls dauerhaft ohne ärztlichen Rat verwenden. Zwar sind rezeptfreie Kortisoncremes recht schwach, sie können bei sehr häufigem Gebrauch aber dennoch die Haut dünner, ledriger und anfälliger machen. Als kurzfristige Maßnahme ist es aber manchmal unvermeidbar, etwas härtere Geschütze aufzufahren, um das natürliche Gleichgewicht der Haut wieder herzustellen.

Behandlung im Kosmetikstudio gegen trockene Haut

Im Gegensatz zu Behandlungsmethoden für eine straffe Haut oder bei der Behandlung gegen zu fettige Haut sind die professionellen Behandlungsmethoden bei trockener Haut eingeschränkt. Allerdings wirst du feststellen, dass eine professionelle Behandlung in Verbindung mit einer ausgiebigen Beratung doch etwas anderes ist, als zuhause einfach eine Creme aufzutragen oder selbst herausfinden zu müssen, welche Produkte am empfehlenswertesten sind.

Professionelle Gesichtsmasken:

Im Kosmetikstudio werden professionelle Gesichtsmasken angeboten, die nicht nur entspannend sind, sondern auch der trockenen Haut besonders effektiv entgegenwirken können.

Massagebehandlungen:

Insbesondere bei trockener Haut können Massagen wahre Wunder wirken. Da hier ohnehin mit Ölen und feuchtigkeitsspendenden Lotionen gearbeitet wird, profitierst du hier von einem doppelten Effekt, denn es entspannt nicht nur dich, sondern auch deine Haut.

Peelings:

Auch sanfte Peelings, die die Poren öffnen und feuchtigkeitsspendende und/oder rückfettende Wirkstoffe besser in die Haut eindringen lassen, sind sehr wirksam und tragen dazu bei, die Haut zu erneuern und auch dadurch trockener Haut effektiv entgegenzuwirken. Gerade bei empfindlicher Haut ist es aber wichtig, nicht zu stark zu peelen und die Haut zu stark zu reizen. Die zusätzliche Beratung und Anpassung des Peelings an deine Haut ist daher besonders wichtig.

Aufbau der Haut

Beste Gesichtsbehandlung für trockene Haut

Mit trockener Haut stehst du nicht alleine da. Insbesondere Kosmetikstudios haben häufig ausgiebige Erfahrungen mit trockener Haut und verfügen über die nötigen Fachkenntnisse, die richtige Pflege für deinen Hauttyp zu finden. Dies kann es dir leichter machen, die ideale Kombination aus Lipiden und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen für deine Haut zu finden und eine Behandlung im Kosmetikstudio kann darüber hinaus als Wellness-Therapie dienen, um die Seele baumeln zu lassen und Stress zu reduzieren.

Radiofrequenztherapie

Die Radiofrequenz überträgt elektromagnetische Wellen in tiefe Hautschichten. Dadurch wird das Gewebe erhitzt und die Kollagenfasern regeneriert.

Radiofrequenztherapie
Wirkung
  • Reduzierung von Falten (insb. um die Augen, Oberlippe, Nasolabialfalte, Zornesfalte)
  • Straffung der Gesichtskonturen
  • Straffung von erschlafftem Gewebe („Hamsterbäckchen“, Doppelkinn)
  • Straffung erschlaffter Haut
  • Minderung von Narben
Erfahre mehr über Radiofrequenztherapie
Microdermabrasion

Bei der Microdermabrasion werden abgestorbene Hautzellen schonend entfernt und die Hautoberfläche geglättet. Es wird das Zellwachstum der Haut angeregt.

Microdermabrasion
Wirkung
  • Reduzierung von Hyperpigmentierung (Melasma)
  • Reduzierung von Hautunreinheiten (Mitesser)
  • Reduzierung von feinen Falten
  • Frisch aussehende, pralle Haut
  • Ausgleich von Hautunebenheiten
  • Reduzierung verstopfter Poren
  • Reduzierung oberflächlicher Pigmentveränderungen
  • Rosacea
  • Couperose
Erfahre mehr über Microdermabrasion
Sauerstoff

Die Sonophorese wird insbesondere zur Straffung erschlaffter Haut im Bereich der Augenbrauen sowie von hängenden Wangen und Doppelkinn eingesetzt.

Sauerstoff
Wirkung
  • strahlender Teint
  • antibakterielle Wirkung
  • je nach Einsatz der Wirkstoffe: Minderung von Falten, Akne, Aknenarben, unreiner Haut
Erfahre mehr über Sauerstoff

Hausmittel gegen trockene Haut

Es gibt eine Reihe von Tipps gegen trockene Haut, die sich schnell und unkompliziert zuhause umsetzen lassen. Insbesondere wenn die Haut nur leicht spannt und etwas trockener als sonst ist, können diese Hausmittel als schnelle Hilfe gegen das Spannen sehr gut eingesetzt werden.

Quarkmasken

Eine Maske ist insbesondere bei trockener Gesichtshaut sehr wohltuend. Es muss allerdings nicht immer eine teure Gesichtsmaske aus der Drogerie sein. Auch eine Joghurt- oder Quarkmaske können der Haut wirksam Feuchtigkeit verleihen und zudem für eine Linderung von Rötungen sorgen.

Olivenöl

Olivenöl kann sowohl direkt auf die Haut aufgetragen als auch in Bädern verwendet werden. Das Öl beruhigt dabei und sorgt zudem für einen besseren Feuchtigkeitshaushalt der Haut.

Milchbäder

Milchbäder können entspannend wirken und der Haut Feuchtigkeit zurückgeben. Da Milch als natürlicher Emulgator wirkt, kannst du zusätzlich zur Milch auch Olivenöl ins Wasser geben (Verhältnis 5:1 Milch:Olivenöl) um einen noch stärkeren Effekt zu erzielen.

Häufig gestellte Fragen zu trockener Haut

Stimmt es, dass die meisten Fälle trockener Haut durch Krankheiten oder Infektionen verursacht werden?

Nein, das stimmt so nicht ganz. Die Haut ist das größte Organ des Körpers und wird durch natürliche Öle geschützt, die sie weich halten und gleichzeitig Feuchtigkeit speichern lässt. Während einige Fälle trockener Haut mit Erkrankungen der Leber und Diabetes zusammenhängen können, werden die meisten Fälle jedoch durch äußere und umgebungsbedingte Faktoren verursacht, die die Schutzbarriere der Haut aufheben. Zwar können einige schwere Krankheiten zu trockener Haut führen, die meisten Menschen mit trockener Haut sind jedoch vollkommen gesund!

Ist die Pille der Grund für trockene Haut?

Das ist unterschiedlich. Je nachdem wie deine Pille zusammengesetzt ist, kann sie die Talgbildung reduzieren, und trockene Haut hervorrufen. Wenn du aber z.B. ein Problem mit Akne hast, kann das ein gewünschter Effekt sein. Wenn du aber eher zu einer trockenen Haut tendierst, ist es nicht von Vorteil. Wende dich vorher lieber an deine Frauenärztin und besprich welche Pille für deinen Hauttypen geeignet ist.

Wie kann man trockene Haut am besten pflegen?

Spende deiner Haut Feuchtigkeit, nehme kürzere und nicht allzu heiße Duschen und Bäder und vermeide duftende Seifen. Es gibt viele Ursachen für trockene Haut, einschließlich aggressiver Seifen, Umweltfaktoren wie Kälte, trockene Hitze und längerer Wassereinwirkung wie Schwimmen, Duschen und Baden. Egal was der Fall sein mag, der beste Weg, trockene Haut zu Hause zu behandeln, ist, nett zu deiner Haut zu sein! 

Braucht trockene Haut Feuchtigkeit oder Fett?

Die meisten Cremes und Mittel gegen trockene Haut enthalten sowohl Lipide als auch feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe, denn die Haut benötigt beides. Lipide dienen dabei eher dazu, einen Schutzfilm auf der Haut zu bilden, damit die Feuchtigkeit besser in der Haut gehalten werden kann. Jeder Hauttyp benötigt dabei ein anderes Verhältnis aus Feuchtigkeit und rückfettenden Inhaltsstoffen. Versuche schnellstmöglich herauszufinden, welche Kombination dir am besten hilft.

Sollte eine gute Feuchtigkeitscreme für trockene Haut flüssig sein?

Nein, Lotionen oder Feuchtigkeitscremes sollten reichhaltig sein, sprich etwas dicker in der Textur sein. Denn dadurch kann die Haut am besten die Trockenheit lindern. Leichte Cremes reichen nicht aus, um deiner Haut genau die Menge an Feuchtigkeit zu spenden, die sie braucht. Trotz allem sollte sie nicht allzu fest bzw. dick sein, da deine Haut sie sonst nicht richtig aufnehmen kann und es zu verstopften Poren und fettiger Haut führen kann.

Fördert zu häufiges Baden trockene Haut?

Zu intensive Körperhygiene schadet der Haut. Zu wenig Hygiene aber ebenso. Achte daher auf ein gesundes Mittelmaß. Ein bis zwei Bäder in der Woche schaden nicht, allerdings sollten sie 20 Minuten nicht überschreiten und das Wasser sollte maximal 39°C warm sein, da heißes Wasser die Haut anfälliger macht.

Sollte ich die Reinigung überspringen, um meine Haut so mit Feuchtigkeit zu versorgen?

Nein das solltest du nicht tun! Das Überspringen einer zweimal täglichen Reinigung hilft der Haut nicht, Feuchtigkeit zu speichern, sondern eher das Gegenteil. Es verursacht tatsächlich Schäden an der Haut, denn durch die fehlende Reinigung lässt du deine Haut mit Schmutz und abgestorbenen Hautzellen bedeckt, die zu verstopften Poren beitragen können. Es ist alles eine Frage des richtigen Reinigers. Mit einem richtigen Reiniger hilfst du deiner Haut den pH-Wert im Gleichgewicht zu halten, den natürlichen Säureschutzmantel der Haut zu unterstützen und einen gesunden Feuchtigkeitsgehalt zu erhalten. Auch wenn deine Haut trocken ist, ist die zweimal tägliche Reinigung ideal für trockene Haut. Verwende am besten einen Reiniger ohne schädliche synthetische Inhaltsstoffe wie Parabene und Düfte. Das hilft, die Haut auszugleichen, anstatt sie auszutrocknen.

Darf man Peelings bei trockener Haut durchführen?

Ja, auf jeden Fall. Ein Peeling hilft dabei, alte Hautschuppen zu entfernen und die Neubildung der Haut zu fördern. Du solltest bei trockener Haut aber auf zusätzliche Hilfsmittel wie Bürsten oder Handschuhe verzichten und sanft vorgehen, um die Haut nicht zusätzlich zu reizen. Außerdem ist es wichtig, die Haut direkt nach dem Peeling vor Feuchtigkeitsverlust zu schützen. Wir empfehlen, trockene Haut nicht so häufig zu peelen. Ein bis zwei Mal in der Woche ist völlig ausreichend. Was Du allerdings vermeiden solltest, ist ein mechanisches Peeling, d.h. mir grobem „Schleifpartikeln“, die die Haut reizen. Siehe Punkt „AHA“ weiter oben.

Wie sollte sich meine Haut nach der Reinigung anfühlen?

Im besten Fall: weich. Verwende dafür einen sanften, feuchtigkeitsspendenden Gesichtsreiniger. Wenn sich jedoch deine Haut nach der Reinigung trocken, straff, entzündet oder überhaupt gereizt anfühlt, versuche deinen Gesichtsreiniger zu wechseln. 

Warum ist in vielen Produkten gegen trockene Haut Urea enthalten?

Damit die Haut weich und geschmeidig ist, ist der Wassergehalt unserer Haut sehr wichtig. Wenn dieser aber aus dem Gleichgewicht gerät, kann es zu den üblichen Symptomen trockener Haut führen, wie z.B. Rauigkeit, Spannung, Schuppungen und Juckreiz. Da Urea eine Substanz ist, die Wasser bindet, zählt sie zu einer der wichtigsten vor allem aber auch natürlichsten Feuchthaltefaktoren unserer Haut. Durch Urea kannst du deine Hautfeuchtigkeit erhöhen und von einer glatten und geschmeidigen Haut profitieren.