Dermale Filler

Filler

Was sind dermale Filler?

Dermale Filler helfen, Gesichtsfalten zu reduzieren und Volumen und Fülle im Gesicht wiederherzustellen. Das heißt, Filler verhelfen zu einem jüngeren Aussehen.

Mit zunehmendem Alter verliert das Gesicht auf natürliche Weise Fettgewebe. Die Gesichtsmuskulatur arbeitet dann näher an der Hautoberfläche, so dass Falten wie Lachfalten und Krähenfüße sichtbarer werden. Die Gesichtshaut dehnt sich ebenfalls ein wenig aus und trägt zu diesem Volumenverlust bei. Andere Faktoren, die die Gesichtshaut beeinflussen, sind Sonneneinstrahlung, Vererbung und Lebensstil.

 

Was können dermale Filler?

  • Dünnen Lippen Volumen zufügen
  • Verbesserung flacher Konturen
  • Gesichtsfalten und feine Linien mildern
  • Verbesserung des Erscheinungsbildes von Narben
  • Rekonstruktion von Konturunförmigkeiten im Gesicht
  • Dunkle Augenringe und „Tränensäcke“ beseitigen

Dermale Filler können bei frühen Anzeichen von Alterung sehr hilfreich sein oder als unterstützende Maßnahme bei verjüngenden Operationen wie einem Face Lift.

 

Was können dermale Filler nicht?

Der Körper baut dermale Filler mit der Zeit ab und so wird kein permantes Resultat erzielt.

Welche Arten von dermalen Fillern gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von dermalen Fillern. Die gängigsten sind:

Calciumhydroxylapatit

Bekannte Hersteller bzw. Marken: Radiesse

Calciumhydroxylapatit kommt in natürlicher Form in menschlichen Knochen vor und ist eine mineralähnliche Substanz. Es findet Verwendung bei:

  • Mittelschwerer bis starken Falten wie Nasolabialfalten, Marionettenlinien und Zornesfalte
  • Verbesserung der Fülle der Wangen und anderer Gesichtskonturen
  • Verbesserung des Volumens zur Gesichtsabfallreduzierung, wie es bei Menschen vorkommen kann, die bestimmte Medikamente einnehmen.

Calciumhydroxylapatit wird biosynthetisch hergestellt, d.h. es werden keine Tiere oder tierischen Produkte verwendet. Dies senkt das Risiko einer allergischen Reaktion und erfordert keinen Hauttest. Diese Art von Filler ist dafür bekannt, ein sehr natürliches Ergebnis zu erzielen und Nebenwirkungen sind selten.

Hyaluronsäure

Bekannte Hersteller bzw. Marken: Captique, Esthélis, Elevess, Hylaform, Juvederm, Perlane, Prevelle, Puragen, Restylane

Hyaluronsäure-Injektionen werden verwendet, um die Hautkontur zu verbessern und Vertiefungen in der Haut aufgrund von Narben, Verletzungen oder Linien zu reduzieren. Sehr gute Ergebnisse werden insbesondere erzielt bei:

  • Aknenarben
  • Wangenvertiefungen
  • Krähenfüße im Augenwinkel
  • Tiefe Lachfalten, die von der Seite der Nase bis zu den Mundwinkeln verlaufen (auch bekannt als Nasolabialfalten).
  • Zornesfalten zwischen den Augenbrauen
  • Marionettenlinien an den Mundwinkeln
  • Änderung des Lippenrandes
  • Narben einschließlich Verbrennungen, Akne und solche, die durch Wunden verursacht werden
  • Raucherlinien; vertikale Linien am Mund
  • Sorgenfalten, die über die Stirn laufen.

Hyaluronsäure hat sich inzwischen zu einer der beliebtesten Arten von injizierbaren dermalen Fillern entwickelt.

Polyalkylimid

Bekannte Hersteller bzw. Marken: Aquamid

Polyalkylimid ist ein semi-permanenter dermaler Filler, den häufig plastische Chirurgen verwenden.

  • Behandlung tieferer Falten wie Nasolabialfalten oder tiefen Narben
  • Lippenvergrößerung
  • Verbesserung der Wangenknochen und des Kiefergelenks sowie Ersatz für altersbedingt verlorenes Gesichtsvolumen
  • Verbesserung des Volumens zur Gesichtsabfallreduzierung, wie es bei Menschen vorkommen kann, die bestimmte Medikamente einnehmen.

Polyalkylimid reagiert sehr wenig mit menschlichem Gewebe, d.h. es ist biokompatibel. Es ist radiotransparent, d.h. es stört die Röntgenstrahlung nicht. Nach der Injektion bildet sich im Laufe von etwa einem Monat langsam eine dünne Schicht Kollagen. Dieses Produkt, welches als recht stabil gilt, kann bei Bedarf sogar entfernt werden.

Polymilchsäure

Bekannte Hersteller bzw. Marken: Sculptra

Polymilchsäure ist ein synthetischer dermaler Füllstoff, der in das Gesicht gespritzt wird und die körpereigene Produktion von Kollagen anregt. Diese Art von dermalem Füllstoff wird als Stimulator bezeichnet. Es ist eine ungiftige, biologisch abbaubare Substanz, die seit mehr als 40 Jahren als Nahtmaterial eingesetzt wird.

Polymilchsäure wirkt bekanntlich besonders gut in der unteren Gesichtshälfte und wird insbesondere eingesetzt bei:

  • Falten auffüllen, die durch Lachen entstehen
  • Lippenvergrößerung
  • Behandlung tiefer Nasolabialfalten

Diese Substanz führt im Gegensatz zu anderen dermalen Fillern zu keinen sofortigen Ergebnissen. Stattdessen stimuliert es die Kollagenproduktion des eigenen Körpers, so dass die Ergebnisse über einen Zeitraum von einigen Monaten allmählich sichtbar werden. In den meisten Fällen werden etwa drei Behandlungen monatlich für die gewünschten Ergebnisse benötigt. Bei jeder Behandlung kommt es zu einer Re-Stimulation des eigenen Kollagens. Für die volle Wirkung dauert es vier bis sechs Wochen. Da diese Art von dermalen Filler als semi-permanent gilt, ist eine gelegentliche Nachbesserung möglich.

Polymethylmethacrylat (PMMA)

Bekannte Hersteller bzw. Marken: Bellafill

PMMA gilt als semi-permanenter dermaler Füllstoff und wird am häufigsten zur Behandlung von mittleren bis tiefen Falten und Furchen, insbesondere Nasolabialfalten, eingesetzt. Es wird auch zum Auffüllen von Narben und zur Vergrößerung dünner Lippen verwendet.

Wenn eine dauerhaftere Lösung für Gesichtsfalten gewünscht wird, wird PMMA oft anstelle einer Kollagenersatztherapie oder Hyalurontherapie eingesetzt. PMMA wird seit vielen Jahren in permanenten chirurgischen Implantaten eingesetzt.

Einer der Nachteile von PMMA ist, dass eine Reihe von Injektionen erforderlich sind, um Volumen zu erzeugen. Bis zur vollen Wirkung kann bis zu drei Monate dauern. In wenigen Fällen ist es auch unter der Haut sichtbar.

 

Was sind die Risiken von dermalen Fillern?

Schwere Komplikationen durch dermale Filler sind selten. Mögliche Risiken variieren je nach verwendetem Filler und der relativen Beständigkeit der Füllsubstanz. Diese und andere Risiken sollten vor jeder Injektion ausführlich besprochen werden:

  • Akne-ähnliche Hauteruptionen
  • Asymmetrie
  • Hämatome, Blutungen aus der Injektionsstelle, Schwellungen
  • Hautschäden, die zu einer Wunde und möglichen Narbenbildung führen
  • Infektion an der Injektionsstelle
  • Klumpen
  • Fühlbarkeit des Füllstoffs unter der Hautoberfläche
  • Hautausschlag mit Juckreiz
  • Hautrötung
  • Unter- oder Überkorrektur von Falten
  • Blindheit
  • Hautnekrose (Geschwürbildung oder Hautverlust durch Durchblutungsstörungen)

In manchen Situationen ist es nicht möglich, mit einem einzigen Verfahren optimale Ergebnisse zu erzielen. Die meisten dermalen Filler lösen sich mit der Zeit auf. Aus diesem Grund muss die Injektion in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

 

Wie lange dauert die Regenerationszeit?

Die Erholungszeit variiert für jeden Patienten und für jeden injizierten Filler. Die meisten Aktivitäten können sofort wieder aufgenommen werden. Es wird aber allgemein empfohlen, in den ersten 24-48 Stunden intensive körperliche Aktivität zu vermeiden. So werden Schwellungen und Blutergüsse zu minimieren.

Kurz nach der Behandlung mit einem dermalen Filler kann Folgendes auftreten:

  • Ein „überfülltes“ Aussehen der behandelten Stellen
  • Schwellungen, die von leicht bis schwerwiegend reichen
  • Vorübergehende Taubheit oder Rötung
  • Tastbare Klumpen oder harte Stellen an den Injektionsstellen
  • Überempfindlichkeitsreaktion, die wie eine allergische Reaktion mit Nesselsucht und Schwellungen aussieht

Die meist gestellten Fragen bei dermalen Fillern

Was ist eine dermale Filler Behandlung?

Eine dermale Filler Behandlung verfolgt das Ziel, die Gesichtsfalten zu reduzieren und das Volumen im Gesicht wiederherzustellen. Somit verhelfen Filler zu einem jüngeren Aussehen.

Bei welchen Beschwerden verwendet man dermale Filler?

Das Gesicht verliert im Alterungsprozess auf natürliche Weise Fettgewebe. Dermale Filler wirken dem entgegen indem z.B. dünnen Lippen Volumen hinzugefügt wird, Gesichtsfalten und feine Linien gemindert werden oder auch dunkle Augenringe und „Tränensäcke“ beseitigt werden.

In welchem Rhythmus kann eine Behandlung durchgeführt werden?

Je nach behandelter Stelle kann es nach 2-4 Wochen wiederholt werden.

Welche Arten von dermalen Fillern gibt es?

Es gibt viele unterschiedliche Arten von Fillern. Calciumhydroxylapatit, Hyaluronsäure, Polyalkylimid und Polymilchsäuren sind die bekanntesten Arten.

Was soll davor beachtet werden?

Vor der Behandlung wird empfohlen das Gesicht vom Make-Up zu befreien und einmal gründlich zu reinigen.

Was soll nach der Behandlung beachtet werden?

Nach der Behandlung sollte 24-48 Stunden auf intensive körperliche Aktivitäten verzichtet werden um Schwellungen oder Blutergüsse zu minimieren. Nach der Behandlung kann es zu Schwellungen, einer vorübergehenden Taubheit, Rötung oder auch zu erhärteten Stellen an der Injektionsstelle kommen.

Wie lange hält die Wirkung an?

Die Dauer der Wirkung hängt von der Art der dermalen Filler ab, z.B. bei der Hyaluronsäure hält die Wirkung drei bis zwölf Monate. Aber auch da wird nochmal in verschiedenen Hyalurongelen unterschieden, die somit auch wieder eine unterschiedliche Wirkungsdauer erzielen. Deshalb ist es immer wichtig eine Rücksprache mit einem Dermatologen/ Kosmetiker zu halten.

Wann kann mit sichtbaren Ergebnissen gerechnet werden?

Die ersten Ergebnisse sind direkt nach der Behandlung sichtbar. Die volle Wirkung ist meistens nach zwei bis drei Wochen sichtbar.

Hat es Nebenwirkungen? Wenn ja, welche?

Es kann zu Hämatomen, Schwellungen und Hautschäden kommen, die zu einer Wunde und möglichen Narben führen können. Außerdem kann es zu Infektionen an der behandelten Stelle sowie zu Hautrötung und Hautausschlag führen.

Wann darf man es nicht anwenden?

Eine dermale Filler-Behandlung darf nicht durchgeführt werden:

  • Während einer Schwangerschaft und Stillzeit
  • Bei Allergien gegen die Inhaltsstoffe
  • Bei Hautinfektionen in dem Bereich, der behandelt werden soll

Wie teuer ist eine dermale Filler-Behandlung?

Die Kosten beginnen in der Regel bei 300€. Der Preis ist von der benötigten Menge bzw. des Füllmaterials abhängig.

Welche Vorteile hat eine dermale Filler-Behandlung?

Der größte Vorteil einer dermalen Filler-Behandlung ist der direkte sichtbare Effekt, das äußere Erscheinungsbild wird verbessert und man sieht verjüngt aus. Außerdem gibt es keine Ausfallszeit nach der Behandlung.

Welche Nachteile hat eine dermale Filler-Behandlung?

Dermale Filler werden schnell vom Körper abgebaut, dies ist aber auch wieder sehr stark von dem Material abhängig, welches verwendet wird. Hyaluronsäure wird meistens nach 24 Stunden bereits abgebaut. Dadurch kommt es je nach behandeltem Bereich nicht immer direkt zum gewünschten Ergebnis und es müssen noch weitere Faltenunterspritzungen durchgeführt werden.

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